Borussia Mönchengladbach Gegner-Check: Klopp und der BVB stehen gehörig unter Druck

Mönchengladbach · Ein Etappenziel der Hinrunde hat Borussia Dortmund schon erreicht: Mit einem souveränen 4:1 gegen Galatasaray Istanbul hat sich der BVB bereits nach vier Spielen für die K.o.-Phase in der Champions League qualifiziert.

 Nachdenklich: Dortmunds erfolgsverwöhnter Trainer Jürgen Klopp.

Nachdenklich: Dortmunds erfolgsverwöhnter Trainer Jürgen Klopp.

Foto: Ap

Nun gilt es, in der Liga nach fünf Niederlagen in Folge wieder in die Spur zu finden. Bei einem weiteren Misserfolg morgen gegen Gladbach geht Dortmund dagegen auf einem Abstiegsplatz in die Länderspielpause.

TAKTIK

In den vergangenen Jahren setzte Trainer Jürgen Klopp zumeist auf das 4-2-3-1-System, in dieser Saison ließ er aber auch schon häufiger mit zwei echten Sturmspitzen spielen. Die Stilmittel bleiben aber in beiden Formationen gleich: schnelles Umschaltspiel, flüssiger Kombinationsfußball und aggressives Pressing.

BESTE SPIELER

Marco Reus beherrscht die Schlagzeilen, nicht nur, weil er bei den Bayern im Gespräch sein soll. Der Ex-Gladbacher findet nach seinen Verletzungen der vergangenen Monate wieder zu alter Stärke. Ihm assistiert in der Offensive vor allem der pfeilschnelle Pierre-Emerick Aubameyang. Wegen Magen-Darm-Beschwerden ist sein Einsatz allerdings fraglich.

LETZTES AUFEINANDERTREFFEN

Es war Gladbachs Befreiungsschlag der vergangenen Rückrunde. Mit dem 2:1 bei Borussia Dortmund gelang Borussia am 15. März der erste Rückrundenerfolg im achten Spiel.

STÄRKEN

Reus und Aubameyang, dazu Henrich Mchitarjan und Shinji Kagawa: Dortmund steht in der Offensive weiterhin für Hochgeschwindigkeitsfußball, der in der vorigen Woche auch den Bayern zumindest in der ersten Halbzeit einige Probleme bereitete. Der BVB ist immer noch in der Lage, enormen Druck auf seine Gegner auszuüben.

SCHWÄCHEN

An herausgespielten Torchancen mangelt es dem BVB nicht, nur in der Verwertung zählt der Klub derzeit zu den schwächsten der Liga. In der Defensive offenbart Dortmund derweil ungeahnte Schwächen. Zum Teil wird der Gegner förmlich zum Toreschießen eingeladen, ein Ligaspiel ohne Gegentor gab es bislang noch nicht. Selbst langjährige Stützen wie Torwart Roman Weidenfeller oder Innenverteidiger Neven Subotic leisten sich folgenschwere Aussetzer. Zudem sind einige Leistungsträger nach langen Verletzungspausen noch nicht wieder in Topform.

TRAINER

Nach über sechs Jahren erlebt Jürgen Klopp beim BVB seine schwerste Krise. Doch in Mainz hat der 47-Jährige bereits bewiesen, dass er schwierige Situationen meistern kann. Jetzt muss der zweimalige Meistertrainer die Talfahrt beim Traditionsklub stoppen.

(togr)
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