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Für Borussia Mönchengladbach wäre Sieg gegen TSG 1899 Hoffenheim Baldrian

Verein und Fans bewegen viele Themen : Drei Borussia-Punkte gegen Hoffenheim wären Baldrian

Zwischen Gerüchten um Trainer Marco Rose und Vertragsverlängerungen mit Spielern hat Borussia Mönchengladbach vor Weihnachten noch eine wichtige Partie in der Bundesliga vor der Brust. Gegen Hoffenheim sollten drei Punkte her.

Ein Tag, an dem Manager Max Eberl mit einem grünen Filzstift in der Hand zu sehen ist, ist für Borussia Mönchengladbach ein guter Tag. Am Freitag hat der Klub zwei Vertragsverlängerungen verkündet: Tony Jantschke und Lars Stindl, zwei Gesichter des Vereins, bleiben ihm bis mindestens 2023 erhalten. Und derart wichtige Unterschriften setzt Eberl mit dem besagten grünen Filzstift aufs Papier. Nach Informationen unserer Redaktion hat er dies auch bei Ersatztorwart Tobias Sippel getan, eine offizielle Bestätigung steht hier noch aus.

Dass Borussia gute Nachrichten gebrauchen kann, weil die Tage vor Weihnachten auch Konfliktpotenzial bergen, ist eine mögliche Lesart. Sportlich haben die Fohlen es zwei Pflichtspiele vor dem Winterpäuschen (am 2. Januar rollt schon wieder der Ball) selbst in der Hand, für einen zufriedenstellenden Jahresabschluss zu sorgen. Mit dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals können sie am Dienstag beim Regionalligisten SV Elversberg den sicherlich einfachsten Haken hinter ein Saisonziel machen. Das historische Weiterkommen in der Champions League hat bereits einen hinter den Punkt „Überwintern in Europa“ gemacht. In der Bundesliga soll es dort wieder hingehen, dafür wären drei Punkte gegen die TSG Hoffenheim am Samstag wichtig.

„Wir wollen unbedingt unser letztes Heimspiel gewinnen, weil es wichtig fürs Gefühl wäre“, sagte Trainer Marco Rose. Der Sprung auf einen Europacup-Platz ist noch drin, die Bilanz der vergangenen Wochen allerdings durchwachsen. Zwar hat Borussia seit fünf Bundesligaspielen nicht verloren, aber erstmals unter Rose auch drei Mal in Folge nicht gewonnen, wettbewerbsübergreifend sind es sogar fünf. Bei einer Niederlage gegen Hoffenheim ginge Borussia in der Liga womöglich nur auf Platz neun in die Feiertage.

Personell klopft Rose zwar auf Holz, wie er sagt, dass es sein Team trotz der Mehrfachbelastung nicht so schlimm erwischt habe. Mit ein paar Ausfällen muss aber auch der 44-Jährige klarkommen: Alassane Plea (Zerrung), Jonas Hofmann (Trainingsrückstand nach Muskelbündelriss) und Ramy Bensebaini (Covid-19) fehlen. Bensebaini kann vier Wochen nach der Diagnose noch nicht wieder trainieren.

Zu dem Thema, von dem keiner weiß, wie groß es noch werden wird, nahm nicht der Betroffene selbst Stellung, sondern Manager Eberl. „Marco hat einen Vertrag bis 2022“, sagte er über die Gerüchte um einen Abgang seines Trainers zu Borussia Dortmund. „Da brauchen wir uns nicht dauernd bekennen und sagen: Es ist so. Denn es ist ja so.“ Im Interview mit unserer Redaktion sagte Geschäftsführer Stephan Schippers:  „Ich bin überzeugt, dass Marco Rose weiß, was er an Borussia, an der Mannschaft sowie an Max Eberl und seinem Team hat. Er kann sich hier entfalten. Klar ist aber auch: Ein Verein wie Borussia Mönchengladbach ist niemals von einer Person abhängig. Damit will ich nichts anheizen oder andeuten.“

Los wird Borussia das Thema vor den Weihnachtstagen damit nicht. Drei Punkte gegen Hoffenheim wären dennoch Baldrian für die besorgten Fans.

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