Borussia Mönchengladbach: Freiburger Erinnerungen: Xhaka trifft Gagelmann wieder

Borussia Mönchengladbach : Freiburger Erinnerungen: Xhaka trifft Gagelmann wieder

Der 19. April war ein seltsamer Tag für Granit Xhaka. Borussia spielte beim SC Freiburg und der Schweizer machte ein richtig gutes Spiel. Er war präsent, forderte Bälle, verteilte sie umsichtig und war der Antreiber aus der Tiefe – bis zur 69. Minute.

Der 19. April war ein seltsamer Tag für Granit Xhaka. Borussia spielte beim SC Freiburg und der Schweizer machte ein richtig gutes Spiel. Er war präsent, forderte Bälle, verteilte sie umsichtig und war der Antreiber aus der Tiefe — bis zur 69. Minute.

In dieser schickte ihn Schiedsrichter Peter Gagelmann per Ampelkarte vom Platz. Nach dem Abpfiff moserte Xhaka unverhohlen über die Leistung des Unparteiischen und musste sich tags darauf öffentlich entschuldigen. Dazu gab es noch eine Geldstrafe für den Unbedachten. 3000 Euro kosteten Xhaka seine Anmerkungen zu Gagelmann.

Am Sonntag spielt Borussia es wieder zum SC Freiburg — und der Schiedsrichter des Spiels ist Peter Gagelmann. "Ich habe mich seitdem entwickelt", versichert Xhaka, zudem "kennt er mich und ich kenne ihn".

Eine Wiederholung des negativen Teils jenes 19. April soll es also nicht geben, eher schon will Xhaka so spielen, wie er es tat, bis er unfreiwillig runter musste. Damals verließ er Freiburg mit einem miesen Gefühl, dieses Mal reist er bester Laune an. Beim 7:0 gegen Sarajevo am Donnerstag schoss Xhaka ein herrliches Tor, sein Fernschuss aus 30 Metern rauschte hinein ins Netz. "Ich habe es ja schon öfter versucht, jetzt hat es geklappt", frohlockte Xhaka.

Xhaka handelte quasi auf Anweisung. Der junge Marvin Schulz hatte vor dem Spiel gesagt: "In Sarajevo hast du knapp vorbeigeschossen. Du machst heute ein Weitschuss-Tor." Weswegen Xhaka nach seinem Treffer schnurstracks hinüberlief zu dem hellseherischen Nachwuchsmann und ihn in die Arme schloss. Auch Betreuer Rolf Hülwswitt, mit dem Xhaka eine "Wette von Spiel zu Spiel" laufen hat, wurde in die Jubelchoreografie einbezogen.

Gern will Xhaka auch in Freiburg jubeln, unabhängig davon, wer die Tore erzielt. Im April führte Borussia durch Patrick Herrmann 1:0 und hatte reichlich Chancen, die Sache frühzeitig klar zu machen. Das gelang nicht, und in Unterzahl brach Borussia dann ein gegen die laufstarken Breisgauer. So war es schon oft im kleinen Stadion an der Dreisam. "In den letzten Jahren haben wir da unten nicht gewonnen, und das, obwohl wir in der vergangenen Saison eines der besten Spiele der letzten Jahre dort gemacht haben, wie ich gehört habe. Aber wenn man die Tore nicht macht, geht eine Partie eben verloren", sagte er. "Freiburg hat eine gute Mannschaft, aber die haben wir auch. Wir haben Selbstvertrauen und haben das Ziel, in Freiburg zu gewinnen", gab Xhaka bekannt. Den 31. August will er in besserer Erinnerung behalten, als den 19. April.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Xhaka fliegt in Freiburg vom Platz

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