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Freiburg - Borussia Mönchengladbach: Hecking schert sich nicht um schlechte Freiburg-Bilanz

16 Jahre kein Auswärtserfolg : Hecking schert sich nicht um Borussias schlechte Freiburg-Bilanz

Am Freitagabend tritt Borussia beim SC Freiburg an. Im Breisgau haben die Fohlen seit 16 Jahren nicht gewonnen. Trainer Dieter Hecking kümmert das nicht.

Dieter Hecking interessiert sich nicht für Statistiken. Schon gar nicht für solche, wie die von Borussia Mönchenglabdach beim SC Freiburg. Seit 16 Jahren gab es im Breisgau keinen Sieg der Borussen. „Vergangenheit ist Vergangenheit, die können wir sowieso nicht mehr ändern“, sagte der Gladbacher Trainer am Donnerstag zu dem Thema und hakte es ab. Natürlich reisen er und sein Team mit dem Ziel nach Freiburg, den Trend zu ändern, schließlich wollen die Borussen weiter erfolgreich sein.

Was seine Mannschaft angeht, empfiehlt Hecking vor allem auf sich selbst zu schauen und das eigene Ding zu machen wie zuletzt, als es drei Siege und ein Remis gab, darunter den 3:0-Sieg beim FC Bayern. „Freiburg wird alles tun, um uns Steine in den Weg zu legen, wir brauchen ein gutes Passspiel, ein gutes Positionsspiel und viel Konsequenz in den Aktionen. Das immer aufs Neue abzurufen, ist unsere Aufgabe“, sagte Hecking.

Beim letzten Auswärtsspiel in München blieben sich die Borussen treu mit ihrem offensiven Ansatz, mit dem sie die Bayern aus einer sicheren Defensive heraus entnervten. „Das ist die Basis“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Neun Gegentore in acht Spielen sind eine gute Bilanz. Dass die Borussen nach vorn viel Qualität haben, zeigen die 19 erzielten Treffer. Acht davon machten die Gladbacher in der Fremde, nur Tabellenführer Dortmund war diesbezüglich produktiver mit neun Toren. Vier Punkte brachten die Gladbacher von den letzten beiden Dienstreisen mit, drei aus München und, dank des 2:2, einen Zähler aus Wolfsburg.

„Die Ergebnisse geben uns natürlich Selbstvertrauen“, erklärte Hecking, warum es so gut läuft bei seinem Team. Auswärts gab es in München den ersten Sieg seit Februar, da wollen die Gladbacher in Freiburg möglichst anknüpfen. 3000 Gladbach-Fans werden Augenzeugen dessen sein, was sich am Freitagabend (Anstoß: 20.30 Uhr) im Schwarzwald abspielen wird. Raffael indes werden sie dabei nicht sichten, er ist noch nicht im Kader trotz der Rückkehr ins Training in dieser Woche.

Ansonsten wollte sich Hecking wie gewohnt nicht weiter zu personellen Dingen äußern. Dass es aber in Freiburg im Vergleich zum Mainz-Spiel Änderungen geben wird, deutete er bereits an. So könnte Denis Zakaria im Zentrum eine Option sein, entweder anstelle Jonas Hofmanns oder, wahrscheinlicher, statt Florian Neuhaus. Auch ganz vorn sind Variationen denkbar: Lars Stindl könnte eine Pause bekommen, nachdem er zuletzt zweimal angefangen hat, dafür könnte Ibrahima Traoré erstmals in dieser Saison einen Startelf-Platz bekommen. Ein Dribbler wie er kann gerade auf dem kleinen Platz in Freiburg ein hilfreiches Element im Spiel sein.

„Es ist natürlich gut, wenn man 22 Spieler zur Verfügung hat“, frohlockt der Trainer, und er nutzt die Optionen, die der Kader bietet. Wer Hecking auf mögliche Ideen spricht, bekommt ein Lächeln als Antwort: „Lassen Sie sich überraschen.“ Er selbst will sich vom SC Freiburg nicht überraschen lassen. Und was ihn persönlich angeht, fährt er auch ganz unbefangen dorthin. „Ich spiele immer gerne in Freiburg, dort ist eine tolle Fußballatmosphäre“, sagte Hecking.