Als einer von nur zwei Klubs Borussia beim Fernsehgeld ins Minus gerutscht – die Endabrechnung

Mönchengladbach · Borussia Mönchengladbach gehörte im TV-Ranking viele Jahre zu den besten Sechs. Doch auch hier wirkt sich die besorgniserregende sportliche Entwicklung aus. Wir zeigen, wie viel Fernsehgeld die Bundesligisten 2024/25 bekommen.

 Nur Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 bekommen nächste Saison weniger Fernsehgeld als bisher.

Nur Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 bekommen nächste Saison weniger Fernsehgeld als bisher.

Foto: dpa/Marius Becker

Das letzte Spiel mit Bundesliga-Beteiligung in dieser Saison konnte sich Borussia Mönchengladbach zumindest mit Blick auf die Fernsehgeld-Tabelle entspannt ansehen. Der Ausgang der Relegation zwischen Fortuna Düsseldorf und dem VfL Bochum hätte Gladbach weder mehr bescheren noch die Gesamtzahlungen für 2024/25 weiter drücken können. Noch mal abgerutscht war Borussia am 34. Spieltag durch das 0:4 gegen den VfB Stuttgart, die Vizemeisterschaft des VfB und das eigene Eintrudeln auf Platz 14 – weitere 2,5 Millionen Euro wurden eingebüßt.

In der nationalen Wertung ist Gladbach nur noch Elfter, in der Gesamtabrechnung dank der Zahlungen für die Europacup-Teilnahmen 2019/20 und 2020/21 Zehnter – schwächer stand der Klub seit 2012 nie da, bis dahin sind die Rankings auf der Seite „fernsehgelder.de“ einzusehen, der Verteilungsschlüssel war da teilweise noch ein ganz anderer. Bis vor zwei Jahren belegte Borussia sogar stets einen Platz unter den besten Sechs, dann ging es runter auf Rang neun und nach der abgelaufenen Saison hat der Verein noch eine Position eingebüßt.

Gladbach: Nächste Saison fällt 2019/20 beim Fernsehgeld raus

60,3 Millionen Euro gibt es aus den nationalen und internationalen Töpfen, weniger war es zuletzt vor sechs Spielzeiten in einer ganz anderen Rechteperiode. Die aktuelle geht nächste Saison in die vierte und letzte, bevor ein neuer TV-Vertrag in Kraft tritt. Das heißt: Es werden die größten Tranchen ausgeschüttet, weshalb 16 von 18 Erstligisten mehr Geld bekommen als 2023/24. Bei Mainz 05 sind es 360.000 Euro weniger – bei Borussia ziemlich genau zwei Millionen.

Unterdessen legen einige mehr oder weniger direkte Konkurrenten richtig zu: Werder Bremen um 4,2 Millionen Euro, der VfL Bochum um 4,7 Millionen, der 1. FC Heidenheim um 5,4 Millionen, die TSG Hoffenheim um 5,6 Millionen und der SC Freiburg um 6,4 Millionen. In der aktuellen Fünf-Jahres-Wertung machen die vergangenen drei Spielzeiten 80 Prozent aller Punkte aus, nächste Saison fällt dann auch noch 2019/20 raus, als Borussia Vierter wurde.

Immerhin hat Gladbach zugelegt bei den Einsätzen junger oder selbst ausgebildeter Spieler, die genauen Summen werden noch errechnet – sie machen jedoch nur vier Prozent des Gesamtvolumens aus.

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