Nach Söders Absage-Forderung Nagelsmann geht von Austragung des Borussia-Spiels aus

München · Bayern-Trainer Julian Nagelsmann bereitet seine Mannschaft weiter auf das Duell mit Borussia Mönchengladbach am Freitagabend vor. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte sich zuvor für eine Verschiebung der Partie ausgesprochen.

FC Bayern München: Startelf und Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach
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Diese Bayern-Startelf könnte gegen Gladbach spielen

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Foto: dpa/Tobias Hase

Julian Nagelsmann richtet sich trotz der großen Corona-Personalprobleme nach aktuellem Stand auf eine Austragung des Rückrundenstarts mit dem FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach ein. „Wir haben uns die ganze Woche darauf vorbereitet, dass das Spiel stattfindet“, sagte Nagelsmann am Donnerstag. „Aktuell gehe ich davon aus, dass ich morgen um 20.30 Uhr in der Allianz Arena an der Seitenlinie stehen werde.“ Der Rückrundenstart ist für Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und Dazn) angesetzt.

Nagelsmann räumte ein: „Meine Aufgabe ist es weniger, Statuten zu lesen und Dinge mit der DFL zu diskutieren, sondern mich um die Mannschaft zu kümmern.“ Eine „herausfordernde Situation“ seien die vielen Corona-Fälle in seiner Mannschaft. „Ich kümmere mich darum, der herausfordernden, aber reizvollen Aufgabe gerecht zu werden, eine gute Mannschaft aufzustellen, eine gute Idee zu entwickeln.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich zuvor angesichts der vielen Corona-Fälle beim FC Bayern für eine Verschiebung des für Freitag geplanten Rückrundenauftakts gegen Borussia Mönchengladbach ausgesprochen. „Ich fände es besser, das würde verschoben“, sagte Söder am Donnerstag dem TV-Sender „Bild“. Seiner Einschätzung nach als Fußball-Fan wäre es „nicht wettbewerbsfair“, wenn die Begegnung wie geplant stattfinden würde. „Wir werden erleben, dass es bei anderen Mannschaften auch so sein kann. Und deswegen wäre es besser, das würde verschoben werden.“

Die Münchner haben erhebliche personelle Probleme. Bis Mittwochnachmittag waren im Profi-Kader des Bundesliga-Herbstmeisters neun Corona-Fälle bekannt, darunter neben Torwart Manuel Neuer auch Dayot Upamecano, Leroy Sané, Kingsley Coman, Corentin Tolisso, Omar Richards, Lucas Hernández und Tanguy Nianzou. Alphonso Davies kam nach einem positiven PCR-Test am Mittwoch hinzu.

Blickt man auf eine mögliche Startelf der Bayern, liest sich diese trotzdem noch recht prominent: Denn neben Joshua Kimmich, der nach seiner Corona-Pause in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen ist, stehen Trainer Julian Nagelsmann unter anderem auch Top-Torjäger Robert Lewandowski, Thomas Müller, Serge Gnabry, Jamal Musiala, Niklas Süle und Marcel Sabitzer zur Verfügung.

Am Donnerstagmorgen fand das Abschlusstraining der Bayern mit insgesamt 20 Spielern statt, darunter sieben Jugend- und Amateurspieler, die auf der Spielberechtigungsliste stehen sollen und damit für einen Einsatz gegen Gladbach infrage kommen würden. Laut  der DFL-Spielordnung müssen 16 spielberechtigte Spieler zur Verfügung stehen, darunter mindestens neun Lizenzspieler. Mitgezählt werden auch gesperrte und verletzte Spieler, da es sich in den Fällen um „sporttypische Sachverhalte handelt“. Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte am Mittwoch gesagt: „Es gibt dazu ein Regelwerk, an das wir uns wie alle anderen auch halten werden. Es sieht so aus, dass wir spielen, und dann werden wir auch in das Spiel gehen, um es zu gewinnen“, ergänzte der 45-Jährige.

Gladbach-Trainer Adi Hütter muss coronabedingt auf vier Spieler (Denis Zakaria, Joe Scally, Keanan Bennetts und Mamadou Doucouré) verzichten. Zudem fehlen Jonas Hofmann (Reha nach Knie-OP) und Ramy Bensebaini, der mit der algerischen Natoinalmannschaft ab der kommenden Woche am Afrika-Cup teilnimmt.

(hgo, dpa)
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