FC Bayern München anfangs stark, am Ende mit 0:0 gut bedient

Borussia Mönchengladbach : Bayern anfangs stark, am Ende mit 0:0 gut bedient

6:0 gegen Bremen, 7:1 in Rom. Bislang hatte sich die Mühe des FC Bayern in dieser Arbeitswoche in überschaubarem Rahmen bewegt. Das änderte sich am Sonntagabend gewaltig: Die Münchner mussten sich in Mönchengladbach mit einem 0:0 zufrieden geben.

Selbst Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz-Rummenigge konstatierte hinterher: "Es war ein intensives Spiel. Beide können zufrieden sein." Zufrieden waren auch viele andere in Fußball-Deutschland, ganz einfach deswegen, weil die Münchner mal ein Spiel nicht gewannen.

Dass außerhalb Münchens eine Niederlage des FC Bayern stets mehrheitlich wohlwollend zur Kenntnis genommen wird, sind die Münchner ja gewöhnt. Dass aber der Rest der Liga bereits an einem neunten Spieltag der Saison einem Bayern-Gegner alle Daumen drückt, damit dieser mit einem Sieg die große Langeweile im Kampf um die Meisterschaft nicht schon im Oktober aufkommen lässt, ist selbst für Bayern neu.

Beim Spitzenspiel in Mönchengladbach zeigte Pep Guardiolas Mannschaft zu Beginn, dass sie dem Rest der 17 anderen Erstligisten um einiges voraus ist. Eine formidabel in die Saison gestartete und bislang ungeschlagene Borussia aus Mönchengladbach, das "Beste vom Rest", musste sich gegen die Pass-Maschine aus München zunächst fast ausschließlich aufs Verteidigen konzentrieren, tat dies aber intelligent.

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Die Gäste hatten 74 Prozent Ballbesitz und pressten die Borussen mit gewohnt schlafwandlerischer Ballzirkulation und hohem Forechecking in deren Hälfte. Allerdings: Ohne Arjen Robben, der mit einer Nerv-Irritation im Oberschenkel ausfiel, und ohne Franck Ribéry (zunächst auf der Bank) fehlte den Roten im letzten Spieldrittel viel Zug zum Tor. David Alabas Pfostentreffer und ein abgefälschter Schuss von Robert Lewandowski waren lange die einzig beiden Torchancen.

Dazu offenbarte Bayern bei Kontern der immer mutiger werdenden Gladbachern durchaus ungewohnte Anfälligkeiten. Dass Guardiola Ribéry nach 66 Minuten brachte, ging durchaus als Signal für Unzufriedenheit durch. Diese legte sich aber bis zum Abpfiff nicht mehr, und das vor allem, weil das Spiel immer mehr kippte und es am Ende Manuel Neuer war, der eine Niederlage des Rekordmeisters verhinderte.

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(RP)