Fans von Borussia Mönchengladbach: „Protest, aber kein Stimmungsboykott“ gegen Eintracht Frankfurt

Borussia-Fans schweigen gegen Frankfurt : „Protest, aber kein Stimmungsboykott“

Fans im ganzen Land haben den fünften Spieltag als „Aktionsspieltag“ definiert. Auch die Fans von Borussia Mönchengladbach beteiligen sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt an der Aktion.

Borussias Fans werden am Mittwoch während des Spiels gegen Eintracht Frankfurt gegen die Kommerzialisierung im Fußball protestieren. „Es handelt sich bei dem Protest nicht um einen Stimmungsboykott. Es wird in den ersten 20 Minuten nicht geschwiegen, sondern lautstark protestiert“, teilte Dirk Kramer, Sprecher des FP MG Supporters Club mit. Der fünfte Spieltag wurde von den Fans im ganzen Land als „Aktionsspieltag“ definiert, an dem sich auch die Fans Borussias beteiligen.

„Im Fokus in der Nordkurve im Borussia-Park sind die Spieltagsansetzungen. Vor allem die letzte Terminierung war ein Schlag ins Kontor eines jeden Vielfahrers“, schreibt Kramer auf der Internetseite des Fanprojekts. Borussias Heimspiele gegen Mainz, Düsseldorf und Hannover sowie das Auswärtsspiel in Leipzig wurden von der Deutschen Fußball-Liga auf Sonntage terminiert. Am Montag hatte es im Fanhaus ein Treffen diverser Fangruppen gegeben, bei dem besprochen wurde, wie die Art und Weise des Protests ausfallen soll.

Wie der Protest dieses Mal ausfallen wird, wird kurz vor dem Spiel mitgeteilt. „Flyer mit allen notwendigen Informationen zum Ablauf der ersten 20 Minuten werden verteilt, damit auch alle in der Nordkurve Bescheid wissen. Der Support wird lediglich nicht so organsiert, wie man es gewohnt ist. Es wird nicht geschwiegen, sondern vielmehr lautstark protestiert“, versichert Kramer.

„Verantwortliche und Mannschaft sind daher zwar nicht begeistert vom 20-minütigen Protest. Gleichwohl wissen sie, dass sich der Protest nicht gegen sie richtet und bringen ein Stück weit Verständnis auf. Ab der 21. Minute, auf die sich auch Trainer Dieter Hecking freut, heißt es dafür auch: Vollgas geben, ja, sich umso mehr ins Zeug zu legen“, schreibt Kramer.

Hecking hatte am Dienstag sein Verständnis für den Fanprotest geäußert, aber auch darauf hingewiesen, dass er es „schade“ findet, dass der Support nicht wie in den ersten beiden Heimspielen dieser Saison gegen Leverkusen und Schalke ausfallen werde. „Wenn man bedenkt, was hier für eine großartige Stimmung bei den ersten beiden Heimspielen geherrscht hat, ist es schade, dass wir am Mittwochabend in den ersten 20 Minuten auf die Unterstützung unserer Anhänger verzichten müssen. Aber die Fans möchten mit diesem Protest auf friedliche Weise etwas zum Ausdruck bringen und ihre Kritik anbringen – das müssen wir akzeptieren. Wir müssen trotzdem versuchen, in der Anfangsphase der Partie eine Begeisterung auf den Platz zu bringen, so dass ab der 21. Minute der Funke sofort auf das Publikum überspringt“, sagte Hecking.

(kk)
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