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Fans des VfB Stuttgart zünden Pyro-Technik: Stadionsprecher veräppelt Schwaben

Dauer-Pyro im Gästeblock : Borussias Stadionsprecher zieht die VfB-Fans auf

So richtig zünden konnte der VfB Stuttgart bis zur Schlussphase nicht, dafür waren die mitgereisten Fans der Schwaben feurig unterwegs im Gästeblock. Jedes einzelne Bengalo zu zählen, das dort brannte, ist kaum möglich.

Als Schiedsrichter Sören Störks die Partie nach einer Stunde für zwei Minuten unterbrach, wirkte es fast schon wie ein Akt der Verzweiflung. Nachdem der Gladbacher Ordnungsdienst die Dauer-Zündelei vorab nicht verhindert hatte und sämtliche Durchsagen über die Stadionlautsprecher verpufft waren, zeigte auch die Androhung eines Spielabbruchs nur geringfügige Wirkung.

Dementsprechend konnte sich Stadionsprecher Torsten "Knippi" Knippertz eine Spitze gegen die Gästefans nicht verkneifen. "Das wird richtig teuer. Ich dachte, ihr Schwaben seid so sparsam", rief Knippertz, der für unsere Redaktion Teil des "Fohlenfutter"-Podcasts ist, nach dem Abpfiff.

Zu erklären ist die Aktion der VfB-Fans allenfalls als Protest gegen die frühe Anstoßzeit um 18.30 Uhr, die die Deutsche Fußball-Liga in dieser Saison eingeführt hat in Englischen Wochen. Die Borussia-Fans in der Nordkurve zeigten allerdings, dass es dafür keine Dauer-Pyroshow braucht.

Der geringere Zuschauerandrang bei Dienstags- und Mittwochsspielen ist seit Jahren ein Thema. Zumindest im Vergleich der vergangenen Spielzeiten war der Besuch mit 44.000 Zuschauern im Borussia-Park nicht schlechter als bei 20-Uhr-Spielen, fällt aber um rund 8000 ab im Vergleich zu Wochenend-Spielen:

2017/18

Wochenend-Schnitt 52.700

VfB Stuttgart 44.000

2016/17

Wochenend-Schnitt 51.900

Hertha BSC 44.300

VfL Wolfsburg 47.000

2015/16

Wochenend-Schnitt 52.600

VfB Stuttgart 43.600

FC Augsburg 40.500

2014/15

Wochenend-Schnitt 52.200

SC Freiburg 37.000

Werder Bremen 44.500

Hamburger SV 44.200

Hier geht es zur Bilderstrecke: Stuttgarter Fans provozieren Spielunterbrechung

(jaso)