Abgänge aus vergangenen Jahren Wie es bei den Ex-Borussen „Kolo“, Bobadilla & Co. läuft

Mönchengladbach · Borussia Mönchengladbach hatte in den vergangenen Jahren nur wenige prominente Abgänge. Grund genug, einmal zu schauen, wie es mittlerweile eigentlich bei Spielern wie Timothée Kolodziejczak, Raúl Bobadilla oder Michael Lang läuft. Ein Überblick.

Borussia Mönchengladbach: Rekord-Transfers - Zugänge & Abgänge
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Die Rekord-Transfers von Borussia Mönchengladbach

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Foto: AP/Martin Meissner

Dass Thorgan Hazard noch bei Borussia Dortmund spielt, Michael Cuisance mittlerweile für den Venezia FC aufläuft und hinter Vincenzo Grifo eine erfolgreiche Zeit mit dem SC Freiburg liegt, dürften den meisten Gladbach-Fans bekannt sein. Doch was ist mit den Spielern, die Borussia Mönchengladbach in den vergangenen Jahren verlassen haben und die weniger im Rampenlicht stehen? Wir haben mal geschaut, wie es bei Spielern wie Timothée Kolodziejczak, der von Januar bis September 2017 in Gladbach unter Vertrag stand, heute läuft.

Max Grün
„Ich will erfolgreich sein, auch wenn es nicht mehr die höchste Spielklasse ist. Ich habe hier voller Überzeugung zugesagt“, hatte Max Grün im vergangenen Sommer nach seinem Wechsel zum SV Viktoria Aschaffenburg gesagt. In der Nähe seiner Heimatstadt Karlstadt stand Grün in der abgelaufenen Saison 36x im Tor und trug dazu bei, dass die Saison in der Regionalliga Bayern auf Platz acht abgeschlossen werden konnte. Grüns Vertrag läuft noch bis 2023, auch in der kommenden Spielzeit soll der Ex-Borusse die Nummer eins sein.

Michael Lang
Wie Grün hat auch Michael Lang die Borussia vor einem Jahr verlassen. Der Schweizer darf in seiner Heimat das tun, was ihm in Gladbach oft verwehrt war: spielen. 39 Pflichtspiele hat Lang seit seinem zweiten Wechsel zum FC Basel bislang absolviert. Einen ersten Höhepunkt erlebte Lang bereits kurz nach seinem Wechsel, als er in der Europa Conference League beim 4:2-Sieg gegen Kairat Almaty (Kasachstan) im September 2021 zwei Tore erzielte. In der Liga lief es für den Rechtsverteidiger vor allem im Februar, als er in drei aufeinanderfolgenden Partien jeweils ein Tor schoss. Seinen Job musste sich Lang allerdings häufig mit dem 23-Jährigen Sergio López teilen, weshalb Lang in der Super League nur zwölfmal in der Startelf stand. Dort häufiger den Vorzug zu erhalten, dürfte im nächsten Jahr sein Ziel sein.

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Foto: AFP/VALENTINE CHAPUIS

Jannik Vestergaard
Nicht viele dürften sofort an Jannik Vestergaard denken, wenn es um die Top drei Rekordverkäufe Borussias ginge. Doch tatsächlich hat Gladbach mit dem Verkauf Vestergaards 2018 rund 25 Millionen Euro erwirtschaftet. Nur die Transfers von Hazard (25,5 Millionen Euro) und Granit Xhaka (45 Millionen Euro) brachten mehr Geld ein. Der mittlerweile 29-Jährige ist im vergangenen Sommer vom FC Southampton zu Leicester City gewechselt, hatte dort bislang aber keine erfolgreiche Zeit. In den letzten 16 Premier-League-Spielen der Saison spielte Vestergaard keine einzige Minute und stand zehnmal nicht im Kader. Mit Blick auf die WM benötigt der Innenverteidiger dringend Spielzeit, zuletzt äußerte er sich kämpferisch, sich in Leicester durchbeißen zu wollen.

Josip Drmic
Ein gänzlich anderes Jahr hat Josip Drmic hinter sich. Der Mittelstürmer, der von Norwich City an HNK Rijeka verliehen war, machte in Kroatiens erster Liga mit 21 Toren in 30 Partien auf sich aufmerksam und landete in der Torjägerliste auf Rang zwei. Auch gegen den Meister Dinamo Zagreb zeigte der Ex-Gladbacher sein Können, traf in vier Duellen dreimal und wurde in der vergangenen Woche prompt von Zagreb verpflichtet. Mit Verletzungen, die Drmic vor allem bei Borussia außer Gefecht setzten, hatte der Schweizer in der vergangenen Saison glücklicherweise nicht zu kämpfen.

Raúl Bobadilla
Ja, auch Raúl Bobadilla ist noch immer aktiv - und zwar in der Schweiz. Dort läuft der gebürtige Argentinier seit Februar für den FC Schaffhausen auf. Davor war Bobadilla ein halbes Jahr in Brasilien aktiv. Mit den Schweizern hat der 34-Jährige den Aufstieg knapp verpasst, trug mit seinen sechs Treffern in zwölf Einsätzen aber dazu bei, dass es bis zum Ende spannend blieb. Eine Vertragsverlängerung soll Bobadilla sich vorstellen können, Schaffhausen will in der nächsten Saison erneut um den Aufstieg mitspielen.

Timothée Kolodziejczak
Es passte einfach nicht zwischen Borussia und ihm. Rund 7,50 Millionen Euro hatte Borussia im Januar 2017 an den FC Sevilla gezahlt, Timothée Kolodziejczak war als feste Verstärkung für die Defensive eingeplant, machte letztlich aber nur zwei Pflichtspiele. Seit 2018 spielt „Kolo“ für die AS Saint-Étienne und überzeugt dort seitdem als Abwehrchef und trug häufiger die Kapitänsbinde. 121 Pflichtspiele hat er mittlerweile bestritten, die meisten davon als Innen- oder Linksverteidiger. Wie es mit ihm weitergeht, ist allerdings unklar. Saint-Étienne ist abgestiegen, Kolodziejczaks Vertrag zudem ausgelaufen. Spekuliert wird unter anderem eine Rückkehr zu Tigres UANL nach Mexiko, wo ihn sein Weg bereits nach der Zeit in Gladbach hinführte.