EM-Vergabe 2024: Berti Vogts freut sich, Rainer Bonhof mit Wehmut

EM-Vergabe 2024: Das sagen Vogts und Bonhof zur Entscheidung

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 findet in Deutschland statt. Gladbach-Legende Berti Vogts sieht ein wichtiges Zeichen für den deutschen Fußball, bei Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof bleibt Wehmut.

Der frühere Bundestrainer Berti Vogts hält die Vergabe der Europameisterschaft 2024 an den Deutschen Fußball-Bund für ein „wichtiges und großes Zeichen, das gerade nach dieser Weltmeisterschaft sehr wichtig ist“. Das sagte der 71-Jährige am Donnerstag unserer Redaktion. Darum „ist es ein toller Tag für den deutschen Fußball und den DFB“, so Vogts, der das deutsche Team 1996 zum EM-Sieg in England führte.

Vogts gehört zur Delegation des DFB in Nyon, wo die EM-Vergabe stattfand. Zum zweiten Mal nach 1988 wird in sechs Jahren eine EM in Deutschland ausgetragen. „Das ist auch eine Bestätigung für den DFB, dass er mit seiner Bewerbung und den Stadien, die wir haben, alles ins richtige Licht gerückt hat. In der heutigen Zeit ist es wichtig, weltoffen und ein guter Gastgeber zu sein“, sagte Vogts.

„Gerade für die heute 18- bis 20-jährigen Spieler muss das ein großer Ansporn sein, mit viel Power zu spielen, um dann vielleicht bei so einem Event dabei zu sein. Mit der Vergabe hat die Uefa diesen jungen Spielern eine Tür geöffnet“, sagte Vogts, der den DFB in Nyon vertrat. „Die Weltmeisterschaften 1974 und 2006 und die Europameisterschaften 1988 waren großartige Events, bei denen sich unser Land toll präsentiert hat“, sagte Vogts.

Auch Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof sieht die Vergabe nach Deutschland grundsätzlich positiv: „Als Fußballer freue ich mich grundsätzlich für Deutschland. Seit der WM 2006 haben wir hier eine großartige Stadien- und Fan-Kultur. Ein Dankeschön an alle, die das jetzt für 2024 ermöglicht haben und dass wir das dann erleben dürfen“, sagte der Weltmeister von 1974. Allerdings gibt er auch zu, „dass bei uns als Borussia und in der fußballverrückten Stadt Mönchengladbach Wehmut bleibt, dass wir nicht berücksichtigt wurden, ist auch klar. Es wäre für eine kleinere Stadt eine Chance gewesen.“

(mit dpa)
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