„Bin immer mega aufgeregt“ Kramer freut sich über Gladbachs Neuzugänge und den Trainingsstart

Mönchengladbach · Christoph Kramer schildert seine Eindrücke vom ersten Vorbereitungstag bei Borussia und den Begegnungen mit Gladbachs Sommer-Zugängen. Außerdem sagt er, was er vom Eröffnungsspiel gegen Bayer 04 Leverkusen hält und was für ihn die wichtigste Erkenntnis der EM gewesen ist.

Christoph Kramer als EM-Experte: Sprüche und Zitate des Gladbach-Profis
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Die besten Sprüche von Gladbachs Christoph Kramer

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Foto: dpa/Christian Charisius

Seit Montag herrscht in der Kabine im Borussia-Park wieder reges Treiben, am Mittwoch (15 Uhr) geht es für die Profis von Borussia Mönchengladbach dann das erste Mal in der Saisonvorbereitung auf den Trainingsplatz. Hinter den Borussen liegt ein langer Urlaub, über die viele Freizeit hat sich Christoph Kramer gefreut. „Sechseinhalb Wochen frei – das kannte man gar nicht mehr. Das tut auch gut, wie die großen Schulferien früher. Aber die letzten zwei Wochen, gerade wenn man Fußball guckt, hat man Lust, wieder selbst gegen den Ball zu treten“, sagte der Mittelfeldspieler im Podcast „Copa TS“.

Kramer: „Möchte, dass eine Gruppe homogen ist“

Bevor die Fußballschuhe wieder geschnürt werden, standen am Montag und Dienstag die medizinischen Untersuchungen und Leistungstests an. „Das ist ein total schönes Gefühl, wenn einer einem sagt, dass man komplett gesund ist“, sagte Kramer, der in Philipp Sander, Kevin Stöger und Tim Kleindienst drei neue Mitspieler kennengelernt hat. „Ich bin immer mega aufgeregt, weil ich möchte, dass so eine Gruppe homogen ist. Das ist mir voll wichtig, weil ich sage, dass das am langen Ende auch zum Erfolg beiträgt. Wir hatten jetzt drei Neuzugänge und dreimal dachte ich nach wenigen Sekunden: ‚Die sind cool‘“, sagte Kramer.

Seinen Urlaub habe er neben seiner Tätigkeit als EM-Experte unter anderem dafür genutzt, „richtig viel“ zu laufen, trotzdem sieht der 33-Jährige anstrengende Trainingstage auf sich zukommen. „Man denkt nicht, dass man in sechs Wochen viel verlieren kann. Aber es ist dann schon so, dass die ersten zwei Trainingswochen extrem anstrengend sind. Da ist der Körper auch wieder empfänglich für Muskelkater.“

Sechs Trainingseinheiten hat Trainer Gerardo Seoane von Mittwoch bis Samstag angesetzt, ehe es am Sonntag den ersten freien Tag der Vorbereitung gibt. Fünfeinhalb Wochen sind es bis zum Pflichtspielstart im DFB-Pokal bei Erzgebirge Aue. Am 23. August eröffnet Borussia dann die neue Bundesliga-Saison mit dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen.

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Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen

Für Kramer ist das ein Auftakt, den man aus zwei Blickwinkeln bewerten kann: „Man eröffnet total gerne die Saison. Alle gucken zu, die Spiele hat man gerne als Profi. Die Top-Mannschaften am Anfang zu bekommen, ist immer besser. Trotzdem ist es elementar wichtig, wie man in eine Saison reinstartet. Wenn du was holst, setzt du ein Ausrufezeichen und kannst Stimmung mitnehmen. Das Risiko, dass du das Spiel vielleicht eher als ein anderes Heimspiel verlierst, ist auch gegeben.“

Kramer: „Man hat wieder Bock auf die Nationalmannschaft“

Ob Kramer Ende August noch zum Kader der Borussen gehört, wird sich zeigen, eine Auflösung des noch ein Jahr laufenden Vertrags steht nach wie vor im Raum, nachdem Kramer in der vergangenen Saison unter Seoane nur auf 345 Einsatzminuten kam. Auch in der neuen Saison dürfte sich seine sportliche Rolle nicht verbessern, im defensiven und zentralen Mittelfeld stehen Borussia aktuell acht Spieler zur Verfügung.

In Bezug auf die EM, die Kramer in den vergangenen Wochen eng begleitet hat, ist vor allem eine Erkenntnis bei ihm hängen geblieben. „Man hat wieder das Gefühl, wieder stolz auf Fußball-Deutschland zu sein. Man hat wieder Bock auf die Nationalmannschaft. Das war längst überfällig“, sagte Kramer, der schmunzelnd noch eine Botschaft an seinen Experten-Kollegen Per Mertesacker sendete. „Ich hoffe, dass ich irgendwie beteiligt werde, wenn Per und Arsenal London den Riccardo Calafiori kaufen“, sagte Kramer über den italienischen Innenverteidiger. „Den fand ich wirklich Weltklasse.“