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Einnahmen Champions League: Borussia Mönchengladbach verdient 40 Millionen Euro

Einnahmen in der Champions League : Borussia knackt die 40-Millionen-Euro-Marke

Borussia Mönchengladbach hat mit dem Weiterkommen in der Champions League weitere 9,5 Millionen Euro verdient. Die Einnahmen in der Königsklasse sind eminent wichtig, um die Verluste zu verringern.

Es dürfte die lukrativste Niederlage der Vereinsgeschichte gewesen sein. Trotz des 0:2 gegen Real Madrid hat Borussia das Achtelfinale der Champions League erreicht - und kassiert damit eine Bonuszahlung über 9,5 Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen übertreffen nun die Marke von 40 Millionen.

„Wir liegen aktuell für das Geschäftsjahr 2020 bei einem Verlust von rund 37 Millionen Euro“, sagte Finanzchef Stephan Schippers Mitte November. „Alle bei Borussia arbeiten hart daran, dieses Ergebnis so erträglich wie möglich zu gestalten,“ Die effektivste Maßnahme zur Verlustminderung: Erfolge in Europa. Die Einnahmenrechnung verdeutlicht, wie eminent, ja fast existentiell wichtig die Champions-League-Qualifikation Ende Juni war.

Für jeden Punkt in der Gruppenphase gab es 900.000 Euro, für einen Sieg 2,7 Millionen. Bereits durch die beiden Erfolge gegen Schachtjor Donezk (6:0 und 4:0) durften sich die Borussen über satte Einnahmen freuen. Die insgesamt acht Punkte in der Gruppenphase bescheren ihnen eine Prämie von 7,2 Millionen Euro. Durch die späten Gegentore gegen Inter Mailand und Real Madrid hat Gladbach weitere 3,6 Millionen Euro verspielt, das war bitter. Romelu Lukaku traf in der 90., Casemiro sogar erst in der 93. Minute für die europäischen Schwergewichte.

Alassane Plea ist immer noch Gladbachs Rekordeinkauf, vor zwei Jahren hat der Klub 23 Millionen Euro Ablöse für ihn an OGC Nizza bezahlt. Das ist ziemlich genau die Summe, die Borussia vor dem Start der Champions-League-Gruppenphase schon sicher hatte. 15,25 Millionen Euro gab es als Startprämie, diese Summe soll in Schippers’ Verlustrechnung aus dem November bereits eingeflossen sein. 7,756 Millionen brachte Platz 26 von 32 teilnehmenden Teams in der Uefa-Zehn-Jahres-Wertung.

In Summe liegt Borussia damit aktuell bei 40,18 Millionen Euro. Denn es wird nach der Gruppenphase noch eine Summe aus dem Unentschieden-Topf ausgeschüttet. 20 Remis gab es in der Gruppenphase, womit 18 Millionen Euro (900.000 pro Remis) nicht verteilt wurden unter den Teams. Jetzt wird es kompliziert: Borussia holte zwei von insgesamt 76 Siegen, womit sie rund 474.000 Euro von den 18 Millionen bekommt.

Ein großer Faktor wären darüber hinaus die Ticket-Einnahmen durch die drei Heimspiele gewesen. Das 2:2 gegen Real, das 4:0 gegen Donezk und das 2:3 gegen Inter fanden vor komplett leeren Rängen statt. Allein die 43.000 regulären Karten - Logen und Business-Seats noch gar nicht mitrechnet - würden dem Verein bei einem ausverkauften Stadion Einnahmen von deutlich mehr zwei Millionen Euro bescheren. Das Hotel am Borussia-Park wäre voll, der Fanshop und das Museum gut besucht, die Schlangen an den Getränke- und Essensständen wären lang. Die Prämie für den Achtelfinal-Einzug entspricht in etwa den Verlusten durch die drei Geisterspiele. Am 16./17. Februar empfängt Borussia ihren Achtelfinal-Gegner. Unwahrscheinlich, dass dann wieder Zuschauer erlaubt sein werden.

Unklar ist noch, was eine weitere Säule einbringen wird, die TV-Rechte. Hier wird ohnehin erst am Saisonende abgerechnet, aber es drohen Einbußen im Vergleich zu normalen Champions-League-Jahren. Positiv lässt es sich jedoch so ausdrücken: Borussia wird zusätzlich zu den 40 Millionen Euro noch einen weiteren Betrag im mindestens mittleren einstelligen Millionenbereich erhalten. Für den Einzug ins Viertelfinale gäbe es übrigens 10,5 Millionen.