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Borussia Mönchengladbach: Drei Herausforderungen gibt's heute für Borussia

Borussia Mönchengladbach : Drei Herausforderungen gibt's heute für Borussia

Es geht für Gladbach in Frankfurt ums Überwintern im lukrativen DFB-Pokal, darum, wie das Kollektiv Granit Xhakas Ausfall kompensiert. Und der nächste Uralt-Rekord aus den 70ern steht kurz vor dem Fall.

Um nach dem 0:0 gegen die Bayern all die Lobeshymnen aus allen Winkeln der Fußballrepublik zu sammeln, könnten sie bei Borussia problemlos eine üppige Sonderausgabe des "Fohlen-Echos" herausbringen. Allein: Die Zeit zum Genießen des Geleisteten ist kaum gegeben. Wieder einmal. Schon heute Abend ist das Spitzenspiel gegen die Münchner blasse Erinnerung. Die Gegenwart heißt ab 20.30 Uhr DFB-Pokal, 2. Runde, bei Eintracht Frankfurt. Und dieses 16. Pflichtspiel der Saison birgt für Gladbach gleich drei Herausforderungen.

Foto: Dieter Wiechmann

Herausforderung 1: "Überwintern" Es gibt keinen günstigen Zeitpunkt für eine Niederlage, aber die erste der Saison ausgerechnet heute Abend zu erleiden, wäre für die Borussen insofern besonders ärgerlich, als sie damit ihren Tanz abrupt von drei auf zwei Hochzeiten reduzieren würden. "Wir wollen weiterkommen, denn der Pokal ist ein sehr, sehr interessanter Wettbewerb", sagt Sportdirektor Max Eberl. Längst auch finanziell. Erreicht Borussia das Achtelfinale im neuen Jahr, gibt es dort durchaus mehr als eine Million Euro (Prämie, TV-Vermarktung, Zuschauereinnahmen) zu verdienen. Zudem steigt die Chance auf ein Live-Spiel im Free-TV. Eins zeigt die ARD definitiv, auf ein zweites hat sie eine Option. Dass Borussia als Zuschauermagnet noch einmal zugelegt hat, zeigt die Tatsache, dass Eintracht Frankfurt schon 45000 Tickets für das heutige Spiel verkauft hat. Und im Pokal werden die Zuschauereinnahmen bekanntlich 50:50 unter beiden Mannschaften aufgeteilt.

Nach dem Unentschieden gegen die Bayern ruft der Pokal

Herausforderung 2: "Xhaka-Ausfall" Tony Jantschkes Ausfall gegen die Bayern (ob er heute spielen kann, ist noch unklar) kompensierte Borussia famos. Das Fehlen von Taktgeber Granit Xhaka aufzufangen, wird indes noch einmal schwieriger. Zwar sagt Lucien Favre mit Blick auf Jantschke, Havard Nordtveit und Mo Dahoud: "Wir haben auch in die anderen, die im zentralen Mittelfeld spielen können, volles Vertrauen", aber er macht auch keinen Hehl daraus, was seinem Team in Xhaka alles wegbricht. "Granit hat viele Fortschritte gemacht. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft. Er hat seinen Platz gefunden. Er ist ruhiger geworden, er hat viel mehr Vertrauen. Er macht das Spiel. Er verteidigt auch sehr, sehr clever. Er ist das Herz der Mannschaft." Mit Ausfällen von Leistungsträgern fertig zu werden, also mit dem Problem, das die Bayern, Dortmund, Schalke und Leverkusen bestens kennen, das ist in diesen so erfolgreichen Wochen eine neue Herausforderung für Lucien Favres Team. Wobei in Sachen Xhaka schon wieder die Zuversicht regiert: "Es ist nicht so schlimm, wie man gedacht hat. Es wird ein paar Wochen dauern, aber nicht länger, denke ich", sagte Favre.

Herausforderung 3: "Uralt-Rekord" 15 Pflichtspiele ist Borussia vom Saisonstart weg unbesiegt. Der Vereinsrekord liegt bei 17 und stammt aus der Saison 1970/71, als sich Hennes Weisweilers Team Anfang November erstmals geschlagen geben musste. Ein Weiterkommen heute Abend und keine Niederlage am Sonntag gegen Angstgegner Hoffenheim (15.30 Uhr), und dieser Uralt-Rekord wäre tatsächlich egalisiert.

(RP)