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Borussia Mönchengladbach: Drei Aufstiegshelden arbeiteten vorher in Paderborn

Borussia Mönchengladbach : Drei Aufstiegshelden arbeiteten vorher in Paderborn

Es ist ein historisches Spiel. Zum ersten Mal spielt Borussia in der Bundesliga gegen den SC Paderborn. Die Ostwestfalen haben nie zuvor Erstliga-Fußball gespielt, weswegen das durchaus eine logische Randerscheinung der samstäglichen Dienstreise der Gladbacher ist.

Allerdings könnte das Team von Lucien Favre die Statistik des Gegners um einen unschönen Aspekt erweitern. Gewinnt Gladbach, wäre es die erste Heimniederlage der Paderborner in der Bundesliga. Bislang gab es zwei Unentschieden gegen Mainz (2:2) und Köln (0:0) sowie den famosen ersten Bundesliga-Heimsieg gegen Hannover 96 mit dem Rekord-Tor von Moritz Stoppelkamp aus fast 83 Metern.

Gladbachs Erstlings-Statistik gegen Bundesliga-Neulinge ist seit dem Wiederaufstieg 2008 allerdings wenig berauschend. Gegen 1899 Hoffenheim, den FC Augsburg und Greuther Fürth spielte Borussia jeweils zunächst auswärts — und nur bei den Fürthern (4:2) wurde gewonnen. Bei 1899 Hoffenheim und in Augsburg gab es jeweils 0:1-Niederlagen.

Sonderlich viele Beziehungen zwischen beiden Klubs gibt es nicht. Doch die, die es gibt, sind durchaus reizvoll. So haben drei Hauptdarsteller des Gladbacher Wiederaufstiegs 2008 zuvor in Paderborn gearbeitet: Trainer Los Luhukay war von 2005 bis 2006 Coach beim ostwestfälischen Sport-Club, Verteidiger Roel Brouwers kam 2007 aus Paderborn nach Gladbach, weil Luhukay die Qualitäten des langen Niederländers gut kannte. Gleiches galt für Marcel Ndjeng, der in der Saison 2005/2006 in Paderborn spielte und 2007 von Arminia Bielefeld nach Gladbach wechselte.

Brouwers derzeit nur Ersatz

Brouwers ist noch heute Borusse. Doch ist er einer, der nicht richtig glücklich ist. Denn in der aktuellen Saison gehörte er noch nie zum Aufgebot von Trainer Lucien Favre. Auch diesmal wird es wohl so sein. Denn Favre rotiert zwar, doch nur innerhalb des 18er-Kaders — und zu dem zählt Brouwers derzeit nicht. Dieses Schicksal teilt auch Kapitän Filip Daems. Der Belgier ist der einzige Jetztzeit-Borusse, der beide bisherigen Spiele gegen Paderborn mitgemacht hat. Das war in der Zweitliga-Saison 2007/2008. Das Hinspiel in Gladbach endete 1:1, am letzten Spieltag dann gewann der bereits feststehende Aufsteiger Borussia 3:2 in Paderborn. Roel Brouwers verpasste damals wie vermutlich auch diesmal das Spiel bei seinem alten Klub. Auch Christofer Heimeroth, in der Aufstiegs-Saison die Nummer 1 und heute Ersatztorwart, spielte im Rückspiel in Ostwestfalen nicht, statt seiner stand Uwe Gospodarek im Tor.

Als beide Klubs am 16. Dezember 2007 erstmals überhaupt aus offiziellem Anlass aufeinandertrafen, gab es kurioserweise ein Duell der Ex-Trainer: Luhukays Pedant war Holger Fach, der für Gladbach gespielt hatte (102 Einsätze, 15 Tore) und später auch Cheftrainer am Niederrhein war (2003 bis 2004).

Neben Brouwers und Ndjeng gab es für einen dritten Spieler auf dem Rasen des Borussia-Parks ein Wiedersehen mit dem "Ex": Benjamin Schüßler spielte für Paderborn beim 1:1. Er spielte als Jugendlicher und in der U23 für Borussia, gehörte 2001 bis 2003 auch zum Profiteam, konnte sich aber trotz aller schönen Prognosen nicht durchsetzen. Schüßler schoss beim 2:3 der Paderborner im Rückspiel dann auch ein Tor gegen Gladbach, es war das zwischenzeitliche 2:1. Ein Tore gegen den "Ex" ist sicherlich auch der Ziel der beiden früheren Borussen im aktuellen Paderborner Aufgebot: Elias Kachunga, ein Produkt der Gladbacher Nachwuchs-Akademie und schon dreimaliger Torschütze in dieser Saison, und Lukas Rupp, der in Gladbach in der Spielzeit 2012/2013 sogar im Europapokal spielte.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Roel Brouwers