Polizei richtet Mordkommission ein Verletzter Gladbach-Fan nicht mehr in akuter Lebensgefahr

Update | Dortmund · Nach der 2:4-Niederlage von Borussia Mönchengladbach in Dortmund ist es am Samstagabend zu einer schweren Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde ein Gladbach-Fan lebensgefährlich verletzt, sein Zustand hat sich inzwischen stabilisiert. Eine Mordkommission ermittelt.

Beim Spiel Dortmund gegen Gladbach steigt farbiger Rauch im Stadion auf. Nach dem Spiel erlitt ein Gladbach-Fan lebensgefährliche Verletzungen bei einer Schlägerei.

Beim Spiel Dortmund gegen Gladbach steigt farbiger Rauch im Stadion auf. Nach dem Spiel erlitt ein Gladbach-Fan lebensgefährliche Verletzungen bei einer Schlägerei.

Foto: dpa/Bernd Thissen

Ein Fan von Borussia Mönchengladbach ist bei einer Auseinandersetzung nach dem Bundesligaspiel bei Borussia Dortmund am Samstag lebensgefährlich verletzt worden. Ein 21-Jähriger aus Südlohn, den die Polizei dem Fanlager des BVB zurechnet, soll dem 21-Jährigen aus Waltrop einen Faustschlag versetzt haben. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund unserer Redaktion mitteilte. Er soll bereits polizeilich in Erscheinung getreten sein.

Der Zustand des Opfers habe sich inzwischen ein wenig stabilisiert, wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage am Montagmorgen mitteilte, der Mann schwebe nicht mehr in akuter Lebensgefahr aufgrund der erlittenen Hirnblutung. „Borussia befindet sich im engen Austausch mit den Behörden und im Dialog mit dem Umfeld des verletzten Fans. Wir wünschen ihm alles Gute und eine hoffentlich vollständige Genesung“, schrieb der Verein.

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Foto: AFP/INA FASSBENDER

Wie es zu dem Vorfall kam, steht nun im Mittelpunkt der Ermittlungen. Demnach waren gegen 17.45 Uhr, also kurz nach dem Abpfiff des Spiels das Dortmund mit 4:2 gewann, drei Dortmund- und fünf Gladbach-Fans ganz in der Nähe des Stadions aufeinandergetroffen. Der Tatverdächtige sei kurz nach der Attacke festgenommen worden. Um den Tathergang zu rekonstruieren, sucht eine eingerichtete Mordkommission nach Zeugen. Diese sollen sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0231-132-7441 melden. Die involvierten Gruppierungen sollen nicht der Ultra- oder Hooliganszene zuzuordnen sein.

Parallel mussten Einsatzkräfte laut Polizeimeldung vom Sonntag im Bereich der Parkplätze mit Schlagstöcken einen Angriff von etwa 100 bis 200 vermummten Randalierern auf Gästefans aus Mönchengladbach unterbinden, die Angreifer seien teilweise mit Mundschutz und Quarzsandhandschuhen ausgestattet gewesen. Dabei seien Beamte mit Schlägen und Tritten attackiert sowie mit Flaschen beworfen worden, hieß es. Polizisten seien dabei aber nicht verletzt worden. Die unbekannten Angreifer seien geflüchtet.

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Im Stadion war es während des Spiels friedlich geblieben, Gladbachs Ultras zelebrierten lediglich ihre freundschaftliche Verbindung zu einer rumänischen Gruppierung vor dem Anpfiff mit Pyrotechnik. Anschließend lag grüner und lilafarbener Rauch über dem Gästeblock.

(jaso/felt)
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