Dieter Hecking: Hamburger SV favorisiert Gladbacher als neuen Trainer

Medienbericht : HSV will Borussias Hecking als neuen Trainer

Trainer Dieter Hecking wird Borussia Mönchengladbach am Saisonende verlassen. Womöglich liegt seine Zukunft in Hamburg.

Dieter Hecking steht vor seinem letzten Spiel als Borussia-Trainer, das er am Samstag gegen Borussia Dortmund bestreiten wird. Der 54-Jährige will, das hat er eindeutig kundgetan, sich mit der Champions League verabschieden. Dafür müssten die Gladbacher, aktuell auf Königsklassen-Platz vier positioniert, wahrscheinlich gegen den Titelaspiranten aus Dortmund gewinnen. Doch es stellt sich auch die Frage: Was passiert danach mit Hecking, der bald von Marco Rose (aktuell noch bei RB Salburg) abgelöst wird?

Die Reise nach China, die die Borussen am Tag nach dem Saisonfinale antreten, wird Hecking zumindest nicht angehen, wie die „Sport Bild“ berichtet. Sportdirektor Max Eberl hatte dem Noch-Trainer freigestellt, ob er an der Asien-Reise teilnehmen möchte. Offenbar, so wird berichtet, will Hecking aber die Zeit nutzen, um seine Zukunft zu gestalten. Und dafür gibt es nun anscheinend den nächsten Bewerber: den Hamburger SV.

Aktuell ist da zwar noch Hannes Wolf als Coach tätig, im Sommer wird er aber trotz eines Vertrages bis 2020 ersetzt. Das berichtet die „Bild“, über Hecking und den HSV schreibt: „Der Ex-Profi (u.a. Gladbach, Hannover 96) hat aktuell wohl die besten Karten. Grundsätzlich hegt Hecking schon immer Sympathien für den HSV. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, wäre er wahrscheinlich nicht abgeneigt. Für ihn spricht die große Erfahrung (seit 19 Jahren konstant im Geschäft). Auch Drucksituationen ist der fünffache Familienvater gewachsen.“ Es habe auch bereits ein Telefonat gegeben.

Die Frage ist: Passt Hecking zum HSV? Tatsächlich gäbe es viele Aspekte, die für eine gemeinsame Zukunft sprechen. Schließlich sind die Hamburger, die gerade den Aufstieg in die Bundesliga verpasst haben, einer der unruhigsten Klubs in Fußball-Deutschland. Hecking ist dagegen jemand, der genau für diese Ruhe steht. Auch die sportliche Stabilität fehlt beim HSV, und die hat der 54-Jährige zweifelsohne bei den Gladbachern bewirkt.

Es wird aber auch ein Aspekt sein, ob Hecking die Motivation haben wird, eine solche Aufgabe anzutreten. Er betonte bereits, dass es auch möglich sei, dass er eine Pause einlegen wird. Wer ihn beobachtet, bekommt jedoch einen anderen Eindruck. Hecking brennt für seinen Job, aktuell dafür, Borussia in die Champions League zu führen. Dass dieses Feuer danach, ob er das Ziel erreicht oder nicht, erlöscht, ist kaum vorstellbar. Vielmehr macht er den Eindruck, dass er auch in der nächsten Saison auf der Trainerbank sitzen will. Vielleicht ja beim HSV...

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