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Borussia Mönchengladbach: Die U23 ist Konjunktiv-Tabellenführer

Borussia Mönchengladbach : Die U23 ist Konjunktiv-Tabellenführer

Borussias Nachwuchsdirektor ist voll des Lobes für das Regionalliga-Team.

Um ein Haar wäre Borussias U23 am letzten Spieltag noch die Krönung einer bislang brillanten Saison in der Regionalliga gelungen. Denn hätte das Team von Trainer Sven Demandt das letzte Spiel in Rödinghausen gewonnen, was jedoch wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt wurde - es wäre als Spitzenreiter in die Winterpause gegangen.

"Einige Spieler haben mir auch schon erzählt, dass wir Konjunktiv-Tabellenführer sind. Aber so etwas gibt es nicht, auch dieses Spiel muss erst gewonnen werden", sagt Amateur- und Jugenddirektor Roland Virkus, dem man die Freude an der bisherigen Saison anmerkt. "Wir haben uns zu dieser Jahreszeit auch schon in einer ganz anderen Situation befunden, in der es nicht so viel Spaß gemacht hat."

Den großen Erfolg haben die Borussen aber nicht etwa durch größere Investitionen vor der Saison herbeigeführt, sondern wie eh und je auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. Denn mindestens ebenso wichtig ist, dass sich im Schatten des mannschaftlichen Erfolges auch einige Spieler individuell gut entwickelt haben. "Als Erstes denke ich da an Marlon Ritter, Bilal Sezer und Kevin Holzweiler, aber auch Nico Brandenburger scheint bereit, den nächsten Schritt zu machen", sagt Virkus, der aber gleich nachlegt, dass sich auch Tim Knipping zuletzt sehr gut präsentiert hat, und auch Schlussmann Martin Kompalla eine ausgezeichnete Runde spielt. Und ehe er sich versieht, hat Virkus praktisch die ganze Mannschaft aufgezählt. "Da kann man mit dem Lob wirklich kaum noch aufhören."

Das bleibt insgesamt nicht ohne Folgen. "Natürlich merken das auch andere. Man kommt wieder nach Mönchengladbach, um sich die Spieler der U23 anzusehen", weiß Virkus zu berichten. Da bleiben auch Angebote nicht aus, an denen er aktuell aber wenig Interesse zeigt.

Denn bei diesem Tabellenstand bleibt es nicht aus, dass das Thema Aufstieg im einen oder anderen Kopf ein Thema ist. "Wir haben vor der Saison von einem Platz im oberen Mittelfeld gesprochen, bei diesem Ziel bleibt es auch erstmal. Geht das jetzt aber noch sieben oder acht Spiele so weiter, werden die Spieler das Thema von sich aus annehmen. Das kann und soll man dann auch gar nicht bremsen", erklärt der Amateurdirektor. "Das Gute dabei ist aber: Den Druck haben die Traditionsvereine wie Rot-Weiss Essen, Oberhausen oder Alemannia Aachen, auch Viktoria Köln, aber nicht wir. Wichtig ist, dass wir die Einstellung beibehalten. Denn nur in Demut spielt sich gut Fußball." Gebraucht wird dafür aber der breite Kader, auch immer stärker werdende Matthias Zimmermann.

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Ein Nachholtermin für das Spiel in Rödinghausen steht bislang noch nicht fest. Es spricht aber vieles dafür, dass eine Woche vor dem eigentlichen Saison-Wiederbeginn, also schon Ende Januar, gespielt werden könnte. Dann könnten die Borussen die Tabellenführung nachholen - und wären dann idealerweise 15 Spieltage lang der Gejagte.

(kpn)