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DFB-Team bei der EM 2021: Christoph Kramer lobt Bundestrainer Jogi Löw

Borussias Weltmeister : Christoph Kramer mit wohlwollenden Worten in Richtung Joachim Löw

Joachim Löw geht bei der Europameisterschaft in sein letztes Turnier als Bundestrainer. Sein ehemaliger Schützling Christoph Kramer, mit dem er 2014 Weltmeister geworden ist, hat nun verraten, warum er Löw ganz besonders die Daumen drückt.

Die intensive Zusammenarbeit zwischen Bundestrainer Joachim Löw und Gladbachs Mittelfeldspieler Christoph Kramer dauerte nur einen Sommer an – doch für beide Seiten war der Weltmeistertitel 2014, den die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien geholt hat, der größte Erfolg ihrer Karriere.

Eine WM zu gewinnen, das schweißt zusammen, so viel ist sicher. Mit der überraschenden Berufung ins WM-Aufgebot bescherte Löw dem damals 23-jährigen Kramer die aufregendste Zeit seines Sportlerlebens und beorderte ihn auch prompt im Finale gegen Argentinien (1:0) in die Startelf, nachdem der gesetzte Sami Khedira kurzfristig passen musste. Kein Wunder, dass Kramer, der 2016 sein zwölftes und letztes Länderspiel absolviert hat, bis heute eine besondere Bindung zu Löw hat, dessen Zeit als Bundestrainer nach der bevorstehenden Europameisterschaft allerdings vorbei sein wird.

„Dann geht eine Ära zu Ende, über deren Bewertung seit der WM 2018 viel gestritten wird“, sagt Kramer in seiner Kolumne für das Fußballmagazin „11Freunde“. „Es mag inzwischen viele Leute geben, die ihn nach den vielen Jahren an der Seitenlinie nicht mehr sehen können“, so Kramer. Damit dürfte er die allgemeine Grundstimmung rund um die Nationalmannschaft in der jüngeren Vergangenheit treffend beschrieben haben.

Denn tatsächlich könnte wohl nur ein Finaleinzug für ein versöhnliches Ende zwischen Löw und den Fans sorgen. Kramer, der in der abgelaufenen Saison 39 Einsätze sammeln konnte, verweist aber vor allem auf den attraktiven Ballbesitzfußball, den Löw der Mannschaft über Jahre erfolgreich eingeimpft hat und durch den Deutschland zurück an die Weltspitze gekehrt ist.

„Deutschland wurde unter seiner Regie anders wahrgenommen: Ohne deutsche Tugenden wie den klassischen Zweikampf oder die gute alte Grätsche zu vergessen, spielten wir auf einmal Fußball. Die Nationalmannschaft erhielt durch ihn nie dagewesenen Glanz, auch weil sie so bis 2018 in jedem Turnier mindestens das Halbfinale erreichte“, betont Kramer. „Daher fände ich es auch unfassbar geil, wenn Deutschland mit der gleichen Art wie immer noch einmal Europameister werden würde.“

Den Grundstein dafür muss das DFB-Team in den Gruppenspielen gegen Frankreich (15. Juni, 21 Uhr), Portugal (19. Juni, 18 Uhr) und Ungarn (23. Juni, 21 Uhr) legen. Kramer wird dabei sicher auch genau hinschauen, wie sich seine Vereinskollegen Matthias Ginter, Florian Neuhaus und Jonas Hofmann schlagen, wenn sie zum Einsatz kommen. Nicht nur ihnen, sondern auch Löw wünscht er den größtmöglichen Erfolg. „Ich hoffe, dass Jogi es noch ein letztes Mal allen zeigt“, so Kramer.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Christoph Kramer