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DFB-Pokal-Auslosung: Elvedi-Duell zwischen Gladbach und Regensburg im Viertelfinale möglich

DFB-Pokal-Viertelfinale : Borussias Elvedi kann auf seinen Zwillingsbruder treffen

Ein Zwillings-Duell, ein Borussen-Duell oder ein Auswärtsspiel an der Essener Hafenstraße - für Gladbach sind im DFB-Pokal-Viertelfinale einige interessante Paarungen möglich. Die Auslosung findet bereits am kommenden Wochenende statt.

Nico Elvedi dürfte am Mittwochabend um kurz vor halb zwölf gespannt auf sein Handy geschaut haben. Das Spiel der Borussen beim VfB Stuttgart war da längst gelaufen, das Viertelfinal-Ticket durch den 2:1-Erfolg gesichert. Woanders rollte noch der Ball: Etwa 300 Kilometer entfernt von der Mercedes-Benz Arena erzwang der Zweitligist Jahn Regensburg nach 120 Minuten das Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln.

Mittendrin: Jan Elvedi, der Zwillingsbruder des Gladbachers, der beim Stand von 2:2 in der regulären Spielzeit noch einen Handelfmeter verschuldet hatte. Den verschoss der Kölner Emmanuel Dennis. Glück für Elvedi, dessen Team sich schließlich mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den nächsten Bundesliga-Gegner der Borussen durchsetzte.

„Es wäre natürlich toll, wenn wir mal in einem Profiteam zusammen in der Innenverteidigung spielen könnten“, hatte Nico Elvedi einst im Interview mit unserer Redaktion über seinen Bruder, der fünf Minuten älter ist und seit vergangenem Sommer in Regensburg spielt, gesagt. Dieser Wunsch wird so schnell nicht in Erfüllung gehen, doch im Viertelfinale kann es nun zumindest zum Zwillings-Duell der Elvedi-Brüder kommen. Beide haben noch nie ein Profispiel gegeneinander bestritten. Auch aus sportlicher Sicht wäre der Jahn - bei allem Respekt - für die Borussen eines der leichteren Lose. Auch Holstein Kiel ist als Vertreter der 2. Bundesliga noch mit dabei.

 Jan Elvedi (r.) ist mittlerweile in der 2. Bundesliga bei Jahn Regensburg angekommen.
Jan Elvedi (r.) ist mittlerweile in der 2. Bundesliga bei Jahn Regensburg angekommen. Foto: dpa/Christian Charisius

Rot-Weiss Essen genießt als einzige Mannschaft definitiv im Viertelfinale Heimrecht. Der Pokalschreck der laufenden Saison hat als Regionalligist schon Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf und am Dienstag Bayer 04 Leverkusen aus dem Wettbewerb gekegelt. Die Borussen haben indes keine schlechten Erinnerungen an die letzte Reise nach Essen: 2017 setzten sie sich dort mit 2:1 in der ersten Runde durch.

Doch obwohl sich mit dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen zwei Titelanwärter und die beiden Vorjahres-Finalisten bereits aus dem Wettbewerb verabschiedet haben, kann das Viertelfinale auch ganz unangenehme Aufgaben für die Elf von Trainer Marco Rose bereithalten. Ein Spiel bei Borussia Dortmund ist ebenso möglich wie Auswärtsreisen zu RB Leipzig und zum VfL Wolfsburg. Diese drei Teams zählen nun neben Borussia zu den Favoriten im Pokal.

Eigentlich wäre Gladbach auch noch mal wieder mit einem Heimspiel an der Reihe, doch das wird den Loskugeln am Sonntag (18.30 Uhr, ARD-Sportschau) recht egal sein. Sowieso muss den Borussen ein Auswärtsspiel keine Bauchschmerzen bereiten. Fans werden auch im Viertelfinale am 2./3. März fehlen. Von 2015 bis 2018 war Borussia viermal in Folge zu Hause gescheitert. Und Gladbach hat in Stuttgart bewiesen, dass sie auch zu Gast bei komplizierten Gegnern in K.o.-Spielen bestehen kann.

Die DFB-Pokal-Viertelfinal-Teilnehmer im Überblick

Bundesliga
Borussia Dortmund
RB Leipzig
VfL Wolfsburg
Werder Bremen
Borussia Mönchengladbach

2. Bundesliga
Holstein Kiel
Jahn Regensburg

Regionalliga
Rot-Weiss Essen