DFB-Pokal 2019/20: Borussia Mönchengladbach mit Zittersieg in Sandhausen

Fast abgesagt, dann schwer getan : Borussia zittert sich doppelt zum Sieg

Borussia Mönchengladbach hat am Freitagabend sein erstes Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Marco Rose gewonnen. Die Niederrheiner setzten sich in der ersten Runde des DFB-Pokals 1:0 beim Zweitligisten SV Sandhausen durch. Doch der Erfolg war lange in Gefahr.

Viele der rund 5000 Anhänger von Gladbach dürften sich am Freitagabend in Sandhausen an 2016 erinnert haben. Vor fast genau drei Jahren wurde in der Champions League das Spiel der Gladbacher in Manchester City wegen Regens abgesagt, einen Tag später wurde die Partie wiederholt. Auch in Sandhausen war schon zu befürchten, dass die Fans weiter auf die lang ersehnte Pflichtspiel-Premiere der Niederrheiner unter Rose warten müssen und das Spiel der ersten Pokalrunde abgesagt wird.

Während der Warmmachphase setzte Starkregen und ein heftiges Gewitter ein, das sogar dazu führte, dass die Flutlichtmasten zeitweise ausfielen. Die Mannschaften beendeten die Vorbereitungen auf das Spiel vorzeitig, der Anstoß wurde von 20.45 Uhr auf 21.10 Uhr verschoben. Der Regen war diesmal nicht das Problem, der Platz war auch nach dem starken Befall bestens bespielbar. Doch das Gewitter zwang die Verantwortlichen zu einer weiteren Verzögerung, zum Unmut der angereisten Fans, aber zur Sicherheit der Spieler und aller anderen auf und um dem Spielfeld. Um 21.30 Uhr konnte dann tatsächlich angestoßen werden.

Die gleiche Startelf wie im letzten Test der Vorbereitung gegen den FC Chelsea (2:2) hatte Rose aufgeboten. Die Neuzugänge Stefan Lainer (für zwölf Millionen Euro vom RB Salzburg verpflichtet) und Marcus Thuram (kam für neun Millionen Euro von EA Guingamp) gehörten zur Startformation, Breel Embolo, der für zehn Millionen Euro von Schalke 04 wechselte, saß auf der Ersatzbank.

Beiden Mannschaften war von Beginn an anzumerken, dass es schwer für sie wird auf dem seifigen Untergrund, gerade Zweikämpfe wurden oftmals zu einer Rutschpartie, bei diesen Bedingungen die Kontrolle über Körper und Ball zu heben, war schwierig. Für den Bundesligisten aus Mönchengladbach machte das die erste Pflichtspiel-Aufgabe zu einer noch größeren Herausforderung. Zweitligist Sandhausen dominierte die Anfangsphase sogar.

Doch in der 19. Minute schlug der Bundesligist aus Mönchengladbach zu. Thuram, Sohn des französischen Weltmeisters Lilian Thuram, erzielte nach einer Flanke von Tobias Strobl per Flugkopfball das 1:0, es war sein erstes Tor für seinen neuen Klub. In der 33. Minute hätte Gladbach jedoch beinahe den Ausgleich hinnehmen müssen. Erst entschärfte Keeper Yann Sommer einen Fernschuss stark, nach der anschließenden Ecke konnte er aber nur zugucken, wie der Ball nach einem Kopfball knapp über das Tor flog, ehe der Schweizer 30 Sekunden später den nächsten Versuch entschärfen musste.

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Einen Schock musste Gladbach dann noch kurz vor der Pause hinnehmen. Jonas Hofmann musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden, nachdem er bei einem Kopfball unterbaut wurde und böse auf den Boden knallte. Für ihn kam Embolo zum Einsatz.

Nach der Pause drängte Sandhausen auf den Ausgleich, verfehlte bei mehreren guten Chancen jedoch das Gladbacher Tor. Das Spiel wurde für den Bundesligisten zur Zitterpartie. Nur selten trat das Team noch gefährlich in Erscheinung, konnte das Ergebnis jedoch in einer höhepunktarmen zweiten Halbzeit über die Zeit retten.

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