„Fand ihn immer außergewöhnlich“ Nicht Guardiola, Tuchel oder Klopp – von diesem Trainer schwärmt Borussias Farke

Mönchengladbach · Borussias Trainer Daniel Farke wird aufgrund seiner Zeit beim BVB und in England mit Trainer-Stars wie Pep Guardiola, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp in Verbindung gebracht. Doch es ist ein anderer, der ihm besonders imponiert.

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Mit seinen 45 Jahren liegt Daniel Farke in der Mitte. Acht Trainer in der Bundesliga sind älter als Borussias Cheftrainer, neun sind jünger. Fußballtrainer grundsätzlich in verschiedene Generationen zu unterteilen, davon hält Farke allerdings nichts. „Ich glaube nicht, dass es einen Riesenunterschied zwischen jüngeren und älteren Trainern gibt“, sagte Farke in der vergangenen Woche.

„Natürlich ändert sich der Fußball mit der Zeit, aber ich glaube, es gibt viele ältere Trainer, die absolut up to date sind. Dann gibt es vielleicht auch ältere Trainer, die eher ein bisschen altmodischer sind. Genauso gibt es das bei jüngeren Trainern auch“, sagte Farke. 2008 beendete er seine Spielerkarriere beim SV Lippstadt, 2009 übernahm er dort mit nur 32 Jahren die Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor.

Durch seine anschließende Zeit als U23-Trainer von Borussia Dortmund und dem vierjährigen Engagement bei Norwich City in England wird Farke oft mit Pep Guardiola, Thomas Tuchel oder Jürgen Klopp in Verbindung gebracht. In der Vergangenheit stand Farke häufiger mit Guardiola im Austausch. Der Coach von Manchester City hatte sich einst als Fan des Fußballs, den Farke mit Norwich spielte, geoutet.

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Foto: dpa/Carmen Jaspersen

„Ich habe eine gute Beziehung zum Norwich-Trainer. Wenn sie spielen, schaue ich ihnen gerne zu“, sagte Guardiola im vergangenen Jahr. Farke sieht in Guardiola einen „Genie“, doch sein explizites Trainer-Vorbild sei Guardiola nicht.

„Wenn ich mich an einem Trainer orientiere – das gibt es auf diesem Niveau ja gar nicht mehr, dass man zu jemandem aufschaut – aber wenn ich jemanden nennen müsste, dann Ottmar Hitzfeld“, sagte Farke. Mit zwei Champions-League-Titeln und sieben deutschen Meisterschaften, um nur einige seiner zahlreichen Titel zu nennen, gehört Hitzfeld nach wie vor zu den erfolgreichsten Fußballtrainern aller Zeiten.

In Deutschland war er von 1991 bis 1997 Trainer von Borussia Dortmund, von 1998 bis 2004 und 2007 bis 2008 Trainer des FC Bayern München. Nach sechs Jahren als Nationaltrainer der Schweiz beendete er 2014 seine Laufbahn. Das 1:1 der Bayern gegen Borussia wird Hitzfeld am vergangenen Wochenende vermutlich beobachtet haben.

Ottmar Hitzfeld ist Daniel Farkes Vorbild.

Ottmar Hitzfeld ist Daniel Farkes Vorbild.

Foto: AFP/TORSTEN SILZ

„Ich fand ihn in seiner Zeit einfach immer außergewöhnlich, gerade, was die Menschenführung angeht. Er hat Titel an Titel gereiht“, sagte Farke anerkennend. Besonders imponiert habe ihn aber auch noch eine weitere Tatsache. „Unter ihm haben die besonderen Spieler ihre besten Zeiten gehabt“, sagte Farke. Ob Oliver Kahn, Michael Zorc, Hasan Salihamidzic, Giovane Elber, Matthias Sammer, Michael Ballack oder Ex-Borusse Steffan Effenberg – Hitzfeld hat es stets geschafft, aus einer Vielzahl starker Einzelspieler und Persönlichkeiten erfolgreiche Mannschaften zu formen. „Wenn es einen Trainer gibt, bei dem ich mich manchmal frage, wie er in einer Situation reagieren würde, dann ist es Ottmar Hitzfeld“, sagte Farke.

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