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Christoph Kramer: Keine Sperre gegen Gladbach-Profi nach Spuck-Vorwürfen

DFB meldet sich zu Wort : Kein Verfahren gegen Borussias Kramer nach Spuck-Vorwürfen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird nach Sichtung der TV-Bilder kein Verfahren gegen Gladbachs Mittelfeldspieler Christoph Kramer eröffnen. Zuvor hatte im Raum gestanden, Kramer könnte sich eine Spuck-Attacke gegen Frankfurts Sebastian Rode geleistet haben.

„Wir haben uns die Fernsehaufnahmen genau angesehen. Nach den uns zur Verfügung stehenden Bildern lässt sich kein Nachweis eines krass sportwidrigen Verhaltens von Christoph Kramer führen. Deshalb leitet der Kontrollausschuss auch kein Verfahren gegen den Spieler ein“, sagt Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen, trotzdem wollte der DFB den Sachverhalt genau prüfen.

Der Verband hatte sich dabei auf die 83. Minute im Bundesliga-Duell zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend berufen. Kurz zuvor hatte es eine Rudelbildung gegeben, bei der zunächst Frankfurts David Abraham mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde und Breel Embolo nach einem Schubser gegen Sebastian Rode genau wie der Geschubste mit Gelb verwarnt wurde. Der fällige Freistoß von Borussia landete im Frankfurter Toraus, die Gladbacher traten den Rückwärtsgang an.

Mittelfeldspieler Christoph Kramer bewegte sich zu diesem Zeitpunkt in Rodes Nähe und spuckte auf den Boden, was Folgen hatte. Denn der DFB wollte herausfinden, wie weit Kramer tatsächlich von Rode entfernt stand und ob es sich um eine mögliche Spuck-Attacke gehandelt haben soll. Ein Frankfurt-Fan hatte ein verlangsamtes Video der Szene bei Twitter gepostet, aus der sich der Kontext allerdings nicht erschloss. Deshalb forderte der DFB zusätzliches Videomaterial an.

Sowohl Kramer als auch Rode hatten sich in der Zwischenzeit zum Vorfall geäußert. „Natürlich habe ich ihn nicht angespuckt! Mal abgesehen davon, dass mir so eine Aktion jetzt nicht so wirklich in den Sinn kommen würde und abgesehen davon, dass ich den Sebastian Rode auch ganz gerne mag, einfach nein“, sagte Kramer am Donnerstag gegenüber der „Bild“. Auch Rode beteuerte, von der Aktion nichts mitbekommen zu haben. Nun ist auch offiziell klar, dass Kramer den Gladbachern im Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim zur Verfügung stehen wird.