Borussia: Callsen-Bracker ist Borussias neue "6"

Borussia: Callsen-Bracker ist Borussias neue "6"

Sein Name klingt nach Dänemark. Oder Norwegen: Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Doch der Mann ist Deutscher. Vor 23 Jahren wurde er in Schleswig geboren. "Dort sind Callsen und Bracker gängige Nachnamen. Und meine Familie ist komplett deutsch", sagt der Fußballprofi. Keine dänischen Vorfahren also, wie ein Reporter bei seinem Bundesliga-Debüt am 10. April 2004 vermutete.

1995 siedelte die Familie nach Bonn um. Seit gestern ist Callsen-Bracker auf Wohnungssuche in Gladbach. Denn nachdem er die sportärztliche Untersuchung erfolgreich absolviert hatte, unterschrieb er einen Vertrag bis 2011 bei Borussia. Nach zehn Jahren bei Bayer Leverkusen also ein neuer Klub, einer "der tolle Rahmenbedingungen hat", sagt der Mann, der künftig in Gladbach die Nummer 6 auf dem Rücken tragen wird.

Callsen-Bracker ist Innenverteidiger und kann im defensiven Mittelfeld spielen. Dass auf beiden Positionen reichlich Konkurrenz vorhanden ist, "das ist doch normal in diesem Geschäft". Bei Bayer Leverkusen, wohin er 1998 vom SV Beuel 06 wechselte, kam er zuletzt nicht zum Zuge. Das soll sich nun ändern. Denn Callsen-Bracker will "Spielpraxis sammeln, um mich weiterzuentwickeln".

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36 Bundesligaspiele machte er, seit er 2003 einen Profivertrag bekam. Und spielte fünfmal in der Champions League sowie elfmal im Uefa-Cup für Leverkusen. Auch in der deutschen U21 kam er schon zum Einsatz. "Er ist jung und hat dennoch Erfahrung", sagt Borussias Sportdirektor Christian Ziege daher über Zugang, der rund 500 000 Euro kostet.

Am Sonntag waberte das Gerücht durch Gladbach, der brasilianische Spielmacher Lincoln sei im Anflug. "Nein, da ist nichts dran", sagte Ziege erstaunt. Neun Millionen würde Lincoln kosten. Und wäre zudem eine extrovertierte Persönlichkeit. Doch Ziege sucht sich sein Personal nicht nach Namen aus. Nur die Leistung zählt. Und Jan-Ingwer Callsen-Bracker traut er zu, Borussia zu verstärken in der Bundesliga.

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