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Bundesliga: Borussia Mönchengladbach beendet gegen Schalke 04 Negativserie

Klarer 3:0-Sieg : Borussia schlägt harmlose Schalker und beendet Negativserie

Erleichterung bei Borussia Mönchengladbach: Nach sieben Niederlagen in Folge haben die Fohlen endlich noch einmal gewonnen. Schalke 04 taumelt weiter in Richtung Zweite Liga, Borussia tankt dringend nötiges Selbstvertrauen.

Nach der überraschenden Absage des vermeintlichen Hoffnungsträgers Ralf Rangnick hat sich der taumelnde FC Schalke 04 als guter Aufbaugegner für Borussia Mönchengladbach erwiesen. Nach zuletzt sieben Pflichtspiel-Niederlagen gewann das Team von Trainer Marco Rose am Samstagabend verdient mit 3:0 (1:0) beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga. Dank der Treffer von Kapitän Lars Stindl (15. Minute) und Stefan Lainer (63.) sowie eines Eigentores von Schalke-Keeper Frederik Rönnow (72.) blieb es Rose erspart, den Club-Negativrekord eines Trainers mit acht Pleiten am Stück von Wolf Werner aus dem Jahr 1989 einzustellen.

Damit dürfte der im Sommer zu Borussia Dortmund wechselnde Rose in der anstehenden Länderspielpause etwas beruhigter an der auch am Samstag wieder offenbarten katastrophalen Chancenverwertung arbeiten. Mit 36 Punkten aus 26 Spielen sprangen die Borussen zumindest für einen Tag auf Rang neun.

Für Schalke und den neuen Trainer Dimitrios Grammozis bleibt die Lage nach der 18. Saison-Niederlage indes hoffnungslos. Am Sonntag könnte der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz auf 14 Zähler anwachsen. Längst befindet sich der Club in den Planungen für die 2. Liga. Darin war Rangnick als vermeintlich künftigem Sportvorstand eine Schlüsselrolle angedacht. Durch dessen Absage vor dem Spiel ist die Unruhe auf Schalke noch einmal größer geworden.

„Leider sehe ich mich aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten innerhalb des Vereins derzeit nicht in der Lage, die sportliche Verantwortung bei S04 zu übernehmen“, teilte Rangnick mit und offenbarte damit die Zerrissenheit des taumelnden Clubs.

Aufsichtsratschef Jens Buchta zeigte sich von der Absage komplett überrascht und machte indirekt eine Pro-Rangnick-Gruppe aus einflussreichen Personen unter anderem aus Wirtschaft und Politik dafür verantwortlich. Diese Gruppe habe an den Club-Gremien vorbei nicht nur Kontakt zu Rangnick aufgenommen, sondern unter anderem auch bestehende Schalker Sponsoren angesprochen. „Das hat uns in keinster Weise geholfen“, schimpfte Buchta und kündigte an, Anfang der Woche noch einmal mit Rangnicks Berater Marc Kosicke sprechen zu wollen: „Ich werde da sicherlich noch einmal alles ausloten.“

Rangnick war auch in Gladbach als Trainer-Nachfolger von Rose im Gespräch. Nach einem Gespräch vor einiger Zeit mit Sportchef Max Eberl war der Kontakt zuletzt laut Rangnick-Berater Kosicke wieder abgebrochen.

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Im Spiel waren die Gladbacher wie erwartet trotz der Niederlagen-Serie zuvor von Beginn an das klar bessere Team. Der Kapitän selbst sorgte früh mit seinem elften Saisontor für Sicherheit. Für Stindl war es zugleich die 16. Torbeteiligung in dieser Saison. Er ist damit der dritt-erfolgreichste deutsche Spieler in den besten europäischen Ligen hinter Bayern Münchens Thomas Müller (24) und Kevin Volland von der AS Monaco (20). Vorausgegangen war der Gladbacher Führung einer der vielen Fehler von Schalkes William.

Die völlig überforderte Leihgabe des VfL Wolfsburg wurde von Schalke-Coach Grammozis bereits nach 20 Minuten für Bastian Oczipka ausgewechselt. An der Dominanz der Gäste änderte dies nichts. Gladbach drückte auf das 2:0, präsentierte sich aber wie so oft in den vergangenen Wochen extrem schwach im Abschluss. Alassane Plea (32.), Marcus Thuram (35.) und Florian Neuhaus (37.) verpassten noch vor der Pause die Vorentscheidung.

Nach dem Wechsel ging die Ballbesitz-Dominanz der Borussen weiter. Indes offenbarten die Gladbacher in einigen Situationen auch ihre aktuelle Unsicherheit. Erst der Kopfball des nach einem Eckball völlig freien Lainer entschied die einseitige Partie. Zu allem Überfluss für Schalke boxte sich Torhüter Rönnow wenig später einen Kopfball von Nico Elvedi selbst ins Tor.

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(kron/dpa)