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Breel Embolo: Einsatz gegen BVB laut Marco Rose auch ein Zeichen

Aufregende Woche in Gladbach : Comeback gegen Dortmund - Roses „Signal“ an Embolo

Wie geht es weiter mit Breel Embolo? Nach dem Aufruhr der vergangenen Tage um eine Party in Essen wurde er gegen Dortmund eingewechselt. „Wir haben mehrfach geredet, mir muss er nichts mehr erklären“, sagte Gladbachs Trainer Marco Rose.

Böse Zungen könnten behaupten, dass in der 82. Minute ein Hauch von Normalität einkehrte: Breel Embolo hatte die Chance, auf 5:2 zu erhöhen und damit auch die allerletzten Zweifel an Gladbachs Sieg gegen den BVB wegzuwischen. Doch der Angreifer scheiterte aus aussichtsreicher Position an Dortmunds Keeper Roman Bürki. Embolo produziert so viel Torgefahr wie die besten Stürmer der Bundesliga, in manchen Bereichen übertreffen ihn nur Erling Haaland und Robert Lewandowski, er hält dahingehend mit Wolfsburgs Knipser Wout Weghorst und Frankfurts André Silva mit, aber eben nicht seine Trefferzahl.

Das war ein großes Thema der vergangenen Wochen und Monate, doch in den vergangenen Tagen ging es so gut wie gar nicht um Embolo und das Fußballspielen, auch nicht im Nachgang des 4:2-Erfolges gegen Borussia Dortmund, bei dem der Schweizer in der 71. Minute eingewechselt wurde. „Wir haben mehrfach geredet, mir muss er nichts mehr erklären“, sagte Trainer Marco Rose. Gemeint war der Aufruhr um Embolos nächtlichen Ausflug nach Essen an den Baldeneysee und die alles entscheidende Frage: Bewegte er sich nur im „unmittelbaren Umfeld“ einer illegalen Party oder auf der Party? Indizien sind jede Menge aufgetaucht, finale Beweise über die Ereignisse nicht.

Am Dienstag gegen Werder Bremen hatte Embolo „vorsorglich“, so der Verein, nicht im Kader gestanden, es sollte kein Risiko eingegangen werden, weil der 23-Jährige möglicherweise gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen hat. Drei Tage später gegen Dortmund saß Embolo wieder auf der Bank. „Das war heute ein Signal an ihn, dass wir zu unserem Spieler stehen“, erklärte Rose. „Wir haben immer gesagt, dass er nicht dort hätte sein dürfen, wir ihm aber abnehmen, dass er kein Teil einer Party war.“

Aus Sicht eines Teamkollegen äußerte sich nach dem BVB-Spiel auch erstmals Kapitän Lars Stindl. „Wir haben das die Tage besprochen, seine Version gehört. Natürlich stehen ein paar Sachen im Raum, aber Breel hat uns glaubhaft gesichert, dass seine Version der Wahrheit entspricht. Und so gehen wir damit um“, sagte Stindl. „Er hat einen Fehler gemacht, indem er sich an einem Samstag spät in der Nacht mit Freunden getroffen hat, was man nicht darf in dieser Situation. Dafür muss er geradestehen und eine Strafe bekommen. Alles andere sind nur Vermutungen, das wollen wir gar nicht kommentieren. Wir glauben unserem Mitspieler und hoffen, dass die Sache dann auch demnächst geklärt ist.“

Wie die Fans die Affäre sehen, ist aktuell nur den Kommentaren in den Foren und sozialen Netzwerken zu entnehmen. Die Reaktion von 50.000 Zuschauern bei Embolos Einwechslung, die sonst mit Spannung zu erwarten gewesen wäre, fiel am Freitag weg. Die Mannschaft scheint die Aufregung auf jeden Fall gut weggesteckt zu haben. „Hut ab, wie wir das verarbeitet haben und in dieser turbulenten Woche sechs Punkte geholt haben“, sagte Stindl.