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Borusssia Mönchengladbach: Real Madrid siegt ohne Glanz, Schachtar Donezk nur 1:1

Real, Inter und Donezk im Check : Zwei von drei Borussia-Gegnern in der Königsklasse gewinnen

Die vier Teams der Champions-League-Gruppe B haben am Wochenende zehn Punkte eingefahren. Nur Donezk blieb sieglos, Reals Erfolg im Clásico war allerdings kein Glanzlicht.

FC Barcelona - Real Madrid 1:3 (1:1)

Dass sich Real Madrid und der FC Barcelona jeweils nach einer Liga-Niederlage zum Clásico treffen und die Gegner zuvor mit dem FC Cádiz und dem FC Getafe keine Schwergewichte waren, kommt selten vor. Und dann war da auch noch Reals 2:3-Pleite am vergangenen Mittwoch in der Champions League gegen Schachtar Donezk. Doch die „Königlichen“ reisen am Montag halbwegs rehabilitiert in Richtung Rheinland, wo sie am Abend um 19 Uhr im Borussia-Park ihr Abschlusstraining vor dem Duell mit Borussia (Dienstag, 21 Uhr/Sky) absolvieren werden.

3:1 gewannen sie in Barcelona, Fede Valverde hatte Real früh in Führung gebracht, Ansu Fati kurz danach ausgeglichen. Was wie der Start eines spektakulären Clásicos anmutete, war ein Feuer, das bald erlosch. Madrid benötigte in der 63. Minute das Wohlwollen des Video-Assistenten und des Schiedsrichters, um nach dem Zupfer von Clement Lenglet gegen Sergio Ramos einen Elfmeter zugesprochen zu bekommen. Reals großer Anführer verwandelte selbst.

Als Leckerbissen kann dieses Spiel wahrlich nicht bezeichnet werden. „So war die letzte halbe Stunde die wohl unepischste der Clásico-Geschichte: eine Prozession der Impotenz“, fällt der „Spiegel“ ein vernichtendes Urteil. Real kann es einstweilen egal sein, Luka Modric sorgte in der Nachspielzeit für den Endstand. Eine Machtdemonstration der Madrilenen war es nicht, aber sie führen die Tabelle in „La Liga“ an, während Barca im Mittelmaß versinkt.

FC Genua - Inter Mailand 0:2 (0:0)

Auf ein Zu-Null-Spiel hatte Inter Mailand bislang noch warten müssen. Im Schnitt kassierten die „Nerazzurri“ in dieser Saison zwei Gegentore, so auch am Mittwoch gegen Gladbach. Beim FC Genua schaffte Inter am Samstag dann nicht nur die erste weiße Weste, sondern gewann das Spiel auch relativ souverän mit 2:0.

Der Torschütze zum 1:0 hieß, wie auch sonst, Romelu Lukaku. Diesmal ließ er nach dem Zuspiel von Nicolò Barella seinen Gegenspieler aussteigen und schoss den Ball im Fallen mit links ins Netz. Im Derby gegen Milan, gegen Gladbach und in Genua hat Lukaku damit für vier Inter-Tore gesorgt. Nicht umsonst wurde er von der Presse bereits „San Lukaku“ getauft. Für den Endstand sorgte Danilo d’Ambrosio nach einem Eckball.

Personell entspannt sich die Lage bei Inter nach insgesamt sieben positiven Corona-Tests. Alessandro Bastoni kehrte in die Startelf zurück, Radja Nainggolan wurde eingewechselt – genau wie Achraf Hakimi. Hakimi? Ja, der Marokkaner war vor dem Spiel gegen Genua negativ getestet worden und durfte nur drei Tage nach seinem Positiv-Ergebnis wenige Stunden vor dem Gladbach-Spiel schon wieder mitmischen.

Worskla Poltawa - Schachtar Donezk 1:1 (1:1)

Hakimi wird Inter also auch beim Auswärtsspiel in der Ukraine am Dienstag zur Verfügung stehen. Die Italiener sind dann um 18.55 Uhr bei Schachtar Donezk zu Gast. Die Überraschungssieger von Madrid setzten in der Liga am Samstag mit einem 1:1 bei Worskla Poltawa eine Serie fort.

Alle drei Heimspiele hat Donezk gewonnen, alle vier Auswärtsspiele endeten mit einem Unentschieden. Somit bleibt Schachtar zwar ungeschlagen, steht in der Tabelle mit 13 Punkten aber nur auf dem dritten Platz hinter Dynamo Kiew (17) und Poltawa (15).

Manor Solomon glich in der 33. Minute für Donezk aus, ab der 54. Minute spielte die Mannschaft in Überzahl, schaffte aber nicht mehr den Siegtreffer. Trainer Luís Castro hatte seine Startelf im Vergleich zum Spiel bei Real nur auf einer Position verändert. Corona sorgte weiter für eine dünne Personaldecke.