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Borussia Mönchengladbach: Borussias ordentlicher Auftakt

Borussia Mönchengladbach : Borussias ordentlicher Auftakt

Borussia nach dem Testspiel in Velbert

Der Bundesligist feierte Mittwoch Abend beim Regionalligisten SSVg Velbert einen klaren 6:0-Erfolg. Branimir Hrgota, Granit Xhaka und Peniel Mlapa hatten einen guten Einstand. Patrick Herrmann erlitt eine Armverletzung.

Am Ende waren alle zufrieden. Die Borussen, die ihr erstes Testspiel souverän gewonnen hatten. Die Autogrammjäger, die nach dem Spiel Unterschriften der Stars ergattern konnten. Der Velberter Schatzmeister, der einen Geldregen verzeichnete. Nur Niklas Schweer dürfte schlecht schlafen. Der bedauernswerte Verteidiger der in die Regionalliga aufgestiegenen Gastgeber hatte beim 0:6 (0:3) gegen den Bundesligisten zwei Eigentore erzielt — und war damit einer der Pechvogel des Tages.

Zwei verschiedene Halbzeiten

Die alte Floskel, ein Spiel habe zwei Halbzeiten, passte selten besser als an diesem verregneten Spätnachmittag in Velbert. Sahen die 3517 Zuschauer in der ersten Hälfte noch einen netten Sommerkick bei Sonnenschein, brachte ein Wolkenguss pünktlich zur Pause den Spielfluss zunächst zum Erliegen.

Davon profitierten vor allem die Akteure, die in der ersten Halbzeit auf dem Platz standen. Amin Younes, der von Favre hinter den Spitzen eingesetzt wurde, zeigte eine starke Leistung. Auch die Neulinge Granit Xhaka (der seine Rolle als "Sechser" recht offensiv interpretierte) oder Peniel Mlapa erlebten einen ordentlichen Einstand im VfL-Trikot.

"Für das erste Spiel war es okay", sagte Xhaka. "Wir wissen, was wir noch verbessern müssen." Die Torausbeute zum Beispiel. Sechsmal traf Borussia insgesamt, es hätte aber durchaus zweistellig werden können. Tolga Cigerci verwandelte einen von Mlapa herausgeholten Elfmeter, kurz darauf traf Branimir Hrgota.

Amin Younes hatte sich im Strafraum den Ball zurückerkämpft und auf Lukas Rupp abgelegt, der wiederum Hrgota bediente. Eine Minute später stand es 3:0 — das erste Eigentor des Kollegen Schweer nach einer Flanke Tony Jantschkes.

Im Regenballett nach der Pause tat sich Borussia in komplett veränderter Aufstellung zunächst schwer. Irgendwann tat sich vor allem Patrick Herrmann hervor, der auf der rechten Seite Dampf machte.

Er schoss das sechste Tor höchstselbst. Zunächst gewann er das Laufduell gegen den bedauernswerten Schweer, dann schob er den Ball aus spitzem Winkel durch die Beine des Torhüters. Der hatte zuvor schon einen Beinschuss kassiert — Igor de Camargo hatte das 5:0 erzielt. Und kurz nach der Pause war es Schweer, der eine Flanke von Herrmann ins eigene Tor bugsierte. "Wir haben einige unnötige Ballverluste erlitten", sagte Trainer Lucien Favre nach dem Spiel. "Aber insgesamt bin ich zufrieden. Wir hatten Chancen, das zählt." Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Rande — Herrmann hatte in den Schlusssekunden einen Schlag auf den Arm bekommen und dabei eine mögliche Unterarmprellung erlitten. Er wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren. Und war somit der zweite Pechvogel des Abends.

(RP/rl/seeg/rm/sgo)