Borussia Mönchengladfbach: 1:3 im Testspiel gegen den MSV Duisburg

Borussia verliert Geheimtest gegen den MSV : Doucouré krönt Kurzeinsatz mit einem Tor

Borussia hat einen Tag nach der Bundesliga-Niederlage bei Schalke 04 gegen den Drittligisten MSV Duisburg getestet und 1:3 verloren. Vor allem, weil die Chancenverwertung so schlecht war. Es traf einer, der sonst meist das Sorgenkind ist: Mamadou Doucouré.

Mannschaften aus dem Ruhrgebiet sind an diesem Wochenende nicht Borussias Ding. Am Tag nach dem 0:2 beim FC Schalke 04 im Auftaktspiel der Bundesliga-Rückrunde verlor das Team von Trainer Marco Rose ein Geheim-Testspiel gegen den Drittliga-Tabellenführer MSV Duisburg auf dem Fohlenplatz neben dem Stadion im Borussia-Park mit 1:3 (1:1).

Trotz der Niederlage war Rose mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Die Spieler, die auf Schalke nur kurz oder gar nicht gespielt hatten sowie einige Akteure aus der U23 und der U19 kamen zum Einsatz. „Jede Niederlage ist ärgerlich. Trotzdem haben sich die Jungs gut bewegt. Es ging darum, Rhythmus zu bekommen und es waren richtig gute Phasen dabei. Insgesamt war es eine sehr gute erste Halbzeit, das Chancenverhältnis war am Ende 15:7 oder ähnlich. Bei den 15 Chancen standen wir acht Mal allein vor dem Torwart. Das bedeutet: Die Chancenverwertung war mangelhaft“, resümierte Rose.

Vor allem Raffael, Ibrahima Traoré und Florian Neuhaus hätten das Ergebnis anders gestalten können, waren aber in aussichtsreichen Positionen zu zögerlich oder arbeiteten zu ungenau. Pech hatte U23-Stürmer Conor Noß, der mit seinem Schuss die Querlatte traf. Fabian Johnson spielte 90 Minuten hinten rechts, da dürfte er auch am Samstag im ersten Heimspiel des Jahres gegen Mainz 05 zum Einsatz kommen, da Stefan Lainer auf Schalke die fünfte Gelbe Karte sah und gesperrt ist.

Zum Einsatz kam gegen den MSV auch Mamadou Doucouré Borussias so oft und lange verletztes Sorgenkind. 24 Minuten spielte Doucouré mit, so hatte es Rose mit der medizinischen Abteilung verabredet. Er nutzte die Zeit nicht nur, um seine Fähigkeiten anzudeuten, sondern auch, um ein Tor zu machen.

In der siebten Minute bekam der MSV nach einer Ecke den Ball nicht weg, das Spielgerät kam zu Doucouré und der schoss es aus rund elf Metern ins Netz. Alle Teamkollegen feierten mit ihm das Erfolgserlebnis. „Es fühlt sich super an, es geht mir gut“, sagte Doucouré, als er den Platz verließ. Auf dem Weg in die Kabine gab es einige weitere Gratulanten. Bei seiner unglaublichen Verletzungsgeschichte wie der seinen sind es die kleinen Dinge, die schon gut tun – ein Tor ist besonderer Balsam für die Seele.

„Alle freuen sich mit Mamadou. Es war so geplant, dass er 20, 25 Minuten spielten sollte. Wir wollten ihm das Gefühl geben, dass er dran ist, dass er dabei ist. Er hat gezeigt, dass er ein richtig guter Spieler ist, dass er da ist. Dass er getroffen hat, ist eigentlich schon die wichtigste Botschaft dieses Spiels“, sagte Rose.

Der Weg zurück zur Normalität ist für Doucouré aber noch immer weit. Ihn nach dem Kurzeinsatz als ernsthafte Alternative einzuschätzen, wäre vermessen. „Ein Schritt nach dem anderen. Eine richtige Kader-Alternative bist du, wenn du in der U23 oder im Testspiel 90 Minuten dabei bist, dann bist du spielfähig. Jetzt waren es 20 Minuten, da wissen wir, wo wir stehen. Und trotzdem kann es in gewissen Fällen auch mal eine Ausnahme geben. Wenn er im Testspiel 20 Minuten spielt, kann er sicherlich auch mal 20 Minuten in unserem großen Stadion vor unseren Fans spielen“, sagte Rose.