Prognose für Borussia Eine kuriose Statistik spricht im Mainz-Heimspiel für Gladbach

Mönchengladbach · Das letzte Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 ging mit 1:2 verloren. Gerade die Niederlage spricht dafür, dass die Gladbacher am kommenden Sonntag zumindest nicht verlieren und wahrscheinlich sogar gewinnen. Ein Blick auf die Statistik.

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So könnte Borussias Startelf in Hoffenheim aussehen

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Foto: dpa/Federico Gambarini

Natürlich ist es immer eine Art Kaffeesatzleserei, Schlüsse zu ziehen aus Statistiken. Manche davon sind aussagekräftiger als andere, weil sie Fakten schaffen, die unwiderlegbar sind. Andere können die Basis sein für Spekulationen, was denn passieren könnte. Zum Beispiel am Sonntag, wenn die Borussen daheim gegen den FSV Mainz 05 (17.30 Uhr, Dazn) spielen.

Man könnte vermuten, dass Trainer Adi Hütter, der erstmals seit seiner Corona-Infektion wieder an der Gladbacher Linie steht, alles daran setzen wird, Jonas Hofmann parat zu machen für das Spiel. Nicht nur, weil der Nationalspieler sein bester Torschütze in dieser Saison und zudem fußballerisch sowie als gewiefter Pressing-Mann wichtig für Hütters Spielidee ist. Sondern auch, weil Hofmann neben dem Ex-Borussen Marco Reus der beste Gladbacher Heim-Torschütze ist gegen die Mainzer. Dreimal traf er wie der Reus im eigenen Stadion gegen die Rheinhessen, alle drei Tore fabrizierte er in einem Spiel: Beim 4:0 am 21. Oktober 2018.

Ob Hofmann schon ein Thema ist, wird sich bis zum Spieltag zeigen. Falls er einsatzbereit ist, wird er wohl eher als Joker statt als Startelf-Teilnehmer daran arbeiten, seine Quote noch zu steigern und dabei helfen, eine andere Statistik, die in diesem Spiel deutlich für Gladbach spricht, zu bestätigen.

Denn: Der Mainzer 2:1-Sieg im Borussia-Park in der vergangenen Saison ist gerade ein Argument für die These, dass Borussia am Sonntag (17.30 Uhr) mindestens einen Punkt einsammelt, wahrscheinlicher aber sogar gewinnt. Die Annahme basiert auf der Bilanz seit dem ersten Bundesliga-Sieg der Mainzer in Gladbach, der sich am 20. November 2010 ereignete.

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Die besagt: Immer dann, wenn Mainz ein Bundesligaspiel im Borussia-Park gewinnt, vergehen vier Spiele bis zum nächsten Erfolg in Gladbach. Nach dem 3:2 in der Saison 2010/11 gab es drei Gladbach-Siege und Remis, bis die Mainzer in der Spielzeit 2015/16 wieder gewannen am Niederrhein, damals 2:1. Darauf folgten: drei Borussia-Siege, eine Punkteteilung, wenn auch anders sortiert als zuvor, und im fünften Spiel wieder das 2:1 für Mainz.

Ergo: Statistisch gesehen sind die Mainzer erst in der Saison 2025/26 wieder dran mit einem Dreier in Gladbach und da sich die Gladbacher Siege und Unentschieden offenbar im Verhältnis 3:1 verteilen zwischen zwei Niederlagen, ist ein Heimsieg der Borussen wahrscheinlich. Und das, obwohl die generelle Heimbilanz gegen die Mainzer bescheiden ist mit mit zehn Siegen, fünf Remis und vier Niederlagen in Bundesliga, 2. Liga und DFB-Pokal.

 2018 jubelte Jonas Hofmann über seinen Dreierpack gegen Mainz.

2018 jubelte Jonas Hofmann über seinen Dreierpack gegen Mainz.

Foto: dpa/Marius Becker

Doch alle jene, die den Fußball kennen, wissen: Spätestens jetzt, da diese seltsame Gleichmäßigkeit der vergangenen elf Jahre entlarvt ist, wird er sich etwas Neues ausdenken für Gladbach gegen Mainz. Weswegen die Statistik ebenso für als auch gegen Gladbach spricht. Das ist aber das Schöne am Fußball: seine berechenbare Unberechenbarkeit.

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