Borussia Mönchengladbachs Jannik Vestergaard macht den Martin Hinteregger

Wieder ein Eigentor gegen Schalke: Borussias Vestergaard macht den Hinteregger

Seit März 2016 hatte Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga kein Eigentor mehr erzielt - wieder profitierte am Samstag der FC Schalke. Jannik Vestergaard war der Pechvogel, feierte dafür aber ein Jahr ohne verpasste Minute.

  • Jannik Vestergaard wird zum Unglücksraben

Im März 2016 war Schalke gegen Gladbach zu Hause so hoffnungslos unterlegen, dass eine 0:4-Niederlage absolut angemessen gewesen wäre. Stattdessen gewann S04 2:1 und profitierte unter anderem von einem Eigentor durch Martin Hinteregger, der auf der Linie einen unglücklichen Doppelpass mit Havard Nordtveit spielte. Solch ein Missgeschick war keinem Gladbacher passiert, bis Jannik Vestergaard am Samstag zum 1:1 ins eigene Tor traf. "Der Ball geht zwischen Abwehr und Torwart, das ist unangenehm. Man weiß nicht genau, was hinter einem passiert", sagte der Däne über die Hereingabe von Daniel Caligiuri, der sich gegen Christoph Kramer durchgesetzt hatte. "Das ist das Los eines Abwehrspielers, dass solche Situationen auch mal passieren." Diesmal war es also kein Platzfehler oder ein unberechtigter Handelfmeter, der Borussia den Sieg kostete, sondern ein Eigentor - alle anderen strittigen Szenen des Spiels und vergebene Chancen mal außen vor gelassen.

  • 25, 26, 27, 28, 29 oder 31 Punkte?

25 Punkte hat Borussia nach 15 Spieltagen auf dem Konto, bis Freitag kann sie dem in zwei Partien noch sechs hinzufügen. Es geht zunächst gegen den SC Freiburg, dann kommt der Hamburger SV - zwei Mannschaften aus dem Abstiegskampf also. Gegen die acht anderen Teams der ersten Tabellenhälfte hat Borussia in der Hinrunde neun Punkte geholt, Siege gab es nur gegen den FC Bayern und 1899 Hoffenheim. Dafür sieht es gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte sehr gut aus: sieben Spiele, 16 Punkte. Die Niederlage gegen den VfL Wolfsburg vor einer Woche war bislang die einzige. Somit sollten es dann schon noch vier Punkte sein, um restlos zufrieden in die kurze Winterpause zu gehen.

  • "Eisvogel" mal anders

Zum dritten Mal in dieser Saison musste Thorgan Hazard warten, zum ersten Mal wartete er umsonst - nicht weil er einen Elfmeter verschossen hätte, diesmal durfte der Belgier ihn gar nicht erst ausführen. Gegen Hannover 96 und den FC Bayern war er cool geblieben und verdiente sich den Spitznamen "Eisvogel". Nach dem Schalke-Spiel interpretierte dieser Twitter-User den Spitznamen angesichts von einem Grad Celsius so:

Erstmals seit August ist Hazard damit zwei Spiele in Folge ohne Scorerpunkt geblieben, beide Male funkte der Videoassistent dazwischen: In Wolfsburg waren es fünf Zentimeter Abseits, gegen Schalke wurde mit drei Minuten Verspätung ein Foul von Oscar Wendt an Caligiuri in der Entstehung geahndet.

  • Nico Elvedi büßt Dauerbrenner-Status ein

Unter den zwölf Feldspielern, die vor diesem Spieltag noch keine Minute verpasst hatten, waren drei Gladbacher. Matthias Ginter, Jannik Vestergaard und Nico Elvedi spielten auch gegen Schalke durch, gegen Freiburg büßt einer von ihnen den Dauerbrenner-Status ein: Elvedi sah die fünfte Gelbe Karte, drei davon in den vergangenen drei Partien. Der Schweizer ist der erste Gladbacher, der in dieser Saison aussetzen muss. Denis Zakaria droht eine Pause gegen Hamburg, wenn er gegen Freiburg die fünfte sieht. Lars Stindl und Jannik Vestergaard stehen bei drei Gelben Karten, womit Vestergaards Serie - seit einem Jahr hat er nun keine Minute verpasst in der Liga - zumindest mittelfristig gefährdet ist.

  • Zehn Borussen mit 100 Einsätzen

Lars Stindl hat gegen Schalke als 105. Gladbacher die 100 voll gemacht: Seit Sommer 2015 spielte er 75-mal in der Bundesliga für Borussia, elfmal in der Champions League, neunmal im DFB-Pokal, dreimal in der Europa League und zweimal in den Play-offs zur Champions League. Dabei schoss Stindl 36 Tore - Platz 36 in der Vereinsgeschichte. Zehn Spieler im aktuellen Kader kommen auf mindestens 100 Pflichtspiele für Borussia:

Patrick Herrmann: 268
Tony Jantschke: 241
Oscar Wendt: 204
Raffael: 172
Yann Sommer: 163
Thorgan Hazard: 136
Christoph Kramer: 130
Fabian Johnson: 121
Ibrahima Traoré: 100
Lars Stindl: 100

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