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Borussia Mönchengladbachs Hinrunden-Bilanz zeigt drei Probleme

Werder kommt zum Abschluss : Hinrunden-Bilanz zeigt drei Borussia-Probleme

Auswärts ist die Bilanz der Borussen im ersten Saisonteil gut, es fehlen aber Heimsiege und es gibt zu viele Unentschieden und Gegentore.

Mit dem Spiel gegen Werder Bremen endet am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) Borussias Hinrunde dieser Saison. Die Bilanz zeigt: Es gibt drei wesentliche Punkte, an denen Trainer Marco Rose und sein Team arbeiten müssen.

+ Auswärts Das 2:2 der Borussen beim VfB Stuttgart war die letzte Dienstreise der Borussen in der Hinrunde. Der vierte Sieg in der Fremde nach dem 3:1 beim 1. FC Köln, dem 3:2 bei Mainz 05 und dem 1:0 bei Arminia Bielefeld klappte nicht wegen des Elfmeterpfiffs von Felix Brych. Es gab aber den zwölften Punkt im achten Spiel, das ist ein Punkt weniger als in der Vorsaison, aber dennoch eine gute Bilanz. Da allerdings waren die 13 Punkte ganz anders verteilt: vier Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen gab es in der ersten Gladbach-Hinrunde des Trainers Marco Rose, nun sind es drei Siege, drei Remis und zwei verlorene Spiele. Wie in der Spielzeit zuvor wurde in Köln und Mainz gewonnen, also das Derby und bei der „Ex“ Roses.

- Unentschieden Das Spiel in Stuttgart belegte einen Borussia-Trend dieser Saison: Sie hat einen Hang zum Unentschieden. Sieben gab es in den ersten 16 Spielen, in der vergangenen Saison waren es nach 34 Spieltagen fünf. Durch die Remis-Schwemme treten die Borussen in der Liga auf der Stelle. Auch das belegt das 2:2 in Stuttgart: Statt nah dran zu sein an der Europa-Plätzen, rutschte Roses Team auf Platz acht ab. Daran kann es aber gegen Bremen noch arbeiten.

- Heimbilanz Der Hauptgrund dafür, dass die Borussen ein paar Punkte zu wenig haben, ist die im Vergleich zur Vorsaison klar schlechtere Heimbilanz. In der Spielzeit 2019/20 war Gladbach nach 17 Spielen das beste Heimteam mit 22 Punkten, sieben von neun Spielen wurden gewonnen. Da herrscht dieses Mal bilanztechnische Tristesse: nur 13 Punkte gab es, selbst bei einem Sieg gegen Werder würde das im Vergleich zur letzten Saison ein klares Minus bedeuten. Kommt nichts mehr dazu, wäre es die schwächste Hinrunden-Heimbilanz seit der Saison 2010/11, als es nur katastrophale drei Punkte und keinen Heimsieg gab, seither wurden immer mindestens vier Spiele im Borussia-Park gewonnen. In der Saison 2018/19 wurden sogar alle acht Spiele im eigenen Stadion siegreich gestaltet. Vor allem im eigenen Stadion sind die Unentschieden das Problem: Es gab mehr davon (4) als Siege (3).

- Gegentore Die Rechnung ist noch nicht abgeschlossen, aber Fakt ist schon jetzt: Borussia ist viel anfälliger geworden, 18 Gegentore gab es in den 17 Spielen der abgelaufenen Spielzeit, das war damals Bestwert der Liga. Jetzt sind es schon 26 Gegentore in 16 Partien.

Fazit: Borussia muss daheim wieder mehr zur Macht werden, insgesamt weniger Tore kassieren und seltener die Punkte teilen, wenn es klappen soll mit der nächsten Champions-League-Teilnahme.