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Borussia Mönchengladbachs 40-Millionen-Euro-Deal mit der Postbank

Borussia Mönchengladbach : Gladbachs 40-Millionen-Euro-Deal

Gladbach hat den Vertrag mit seinem Hauptsponsor Postbank vorzeitig bis 2020 verlängert. Das bringt pro Saison mindestens 6,5 Millionen Euro ein.

Stephan Schippers ist bei Borussia Mönchengladbach der Mann für die Finanzen. Dass er in diesen Tagen richtig gute Laune hat, ist nachvollziehbar. Erst sorgte der 1:0-Sieg bei Schalke 04 am Sonntag für die fast sichere Europapokalteilnahme. Gestern nun gab der Klub einen 40-Millionen-Euro-Deal bekannt. Der Vertrag mit dem Hauptsponsor Postbank, der bislang bis 2015 datiert war, wird bis 2020 ausgeweitet. Ab der neuen Saison bekommt Borussia statt der bislang vereinbarten 4,5 Millionen Euro geschätzt 6,5 Millionen pro Saison - die bei viel sportlichem Erfolg und europäischem Engagement des Teams auf bis zu 7,5 Millionen Euro anwachsen können.

Offiziell bestätigt Stephan Schippers diese Zahlen naturgemäß nicht. Er sagt nur: "Es ist ein Vertrag über sechs Jahre mit einer finanziellen Ausstattung, die wir so noch nicht hatten." Und er freut sich mithin "über die verlässliche Basis, mit unserem Hauptsponsor planen zu können". Borussias Devise ist Konstanz, dazu passt, dass der Verein schon seit 2009 mit der Postbank zusammenarbeitet.

Die Vertragsverlängerung, so Schippers, sei auch "eine starke Aussage in Richtung unserer weiteren Ziele". Borussia hat viel vor. Im Borussia-Park wird gebaut. Für das neue Gebäude für den Nachwuchs war längst das Richtfest. Zudem ist ein Gebäude mit Museum, einem großen Fanshop, einem Ärzte- und Reha-Zentrum und einem Hotel geplant. Sportdirektor Max Eberl und Trainer Lucien Favre basteln derweil am Team der Zukunft. Torhüter Marc-André ter Stegen, der am Samstag gegen Mainz sein letztes Heimspiel für Gladbach macht, bevor er zum FC Barcelona geht, bringt 17 Millionen Euro ein. Die wurden teilweise schon reinvestiert: Yann Sommer vom FC Basel wird ter Stegen ersetzen, der Schweizer kostet 6,5 Millionen Euro. 2,3 Millionen Euro zahlt Borussia für André Hahn, der aus Augsburg kommt. Fabian Johnson (Hoffenheim) und Ibrahima Traoré (Stuttgart), die Zugänge drei und vier, sind hingegen ablösefrei. Mit den Neulingen soll der Kader in der Spitze breiter aufgestellt werden: Hahn und Traoré sind schnelle Konterspieler für die Flügel, Johnson einer, der außen alle vier Positionen spielen kann.

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Die neue Mannschaft soll Borussia in neuer Kleidung (morgen wird das künftige Outfit präsentiert) möglichst gut vertreten. Die aktuelle Mannschaft hat den Auftrag, sich möglichst gut zu positionieren. Es gibt noch vage Hoffnung auf die Qualifikationsspiele zur Königsklasse. Präsident Rolf Königs gab gestern zu, dass die sportlichen Ziele nach außen vorsichtiger formuliert werden, als intern. "Aber wir bleiben auf dem Boden. Wenn wir gegen Mainz Platz sechs festigen können, sind wir zufrieden", so Königs.

(RP)