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Borussia Mönchengladbach: Zusammenspiel mannschaftlicher Kompaktheit

Borussia Mönchengladbach : Zusammenspiel mannschaftlicher Kompaktheit

Nach dem 2:0-Sieg beim FC Ingolstadt vergab dessen Trainer Maik Walpurgis ein Lob an Borussia Mönchengladbach und Trainer Dieter Hecking: "Nachdem wir 0:1 in Rückstand waren, hat es Gladbach sehr gut gemacht. Man hat da gesehen, dass Gladbach gerade unter Dieter gut nach hinten arbeitet, gut steht und die Räume eng macht."

Das ist sicher ein Grund des Erfolges. Seit Heckings Übernahme von André Schubert gab es nur je eine Niederlage in der Bundesliga (1:2 gegen Leipzig) und der Europa League. In dem Wettbewerb wurde das 0:1 aus dem Hinspiel jedoch durch ein fulminantes 4:2 in Florenz wettgemacht und brachte den ersten Einzug in ein europäisches Achtelfinale seit 21 Jahren.

Dabei drehten die Borussen erneut nach einem 0:2-Rückstand ein Auswärtsspiel, wie sie es schon beim 3:2 bei Bayer Leverkusen getan hatten. Nebenbei gab es durch ein 2:0 bei der SpVgg Greuther Fürth den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals, das am Mittwoch beim Ligakonkurrenten Hamburger SV steigt. Borussia tanzt auf drei Hochzeiten und kann in allen drei Wettbewerben noch den Einzug in das internationale Geschäft schaffen. Das schien vor dem Jahres- und Trainerwechsel noch abwegig.

Hecking hat aber nicht nur die Moral gestärkt, die es ermöglichte, aus Rückständen noch Siege zu produzieren, sondern vor allem an den Grundtugenden gefeilt. Mit Assistent Dirk Bremser hat er einen Fachmann für Standards, nach denen die Borussen inzwischen Tore fast wie am Fließband produzieren.

Die Laufleistung des gesamten Teams ist mehr als beachtlich (rund 120 Kilometer im Schnitt) — trotz Dauerbelastung durch englische Wochen. Das ist der Grundstein für die von Walpurgis angesprochene gute Arbeit in der gesamten Defensive — ohne Laufen könnten die Räume nicht nach hinten geschlossen, beziehungsweise nach vorne genutzt werden.

Das Erfolgsgeheimnis ist ein Zusammenspiel von mannschaftlicher Kompaktheit vorn wie hinten. Dieses wird in den anstehenden Wochen mit fünf Spielen in 16 Tagen gegen nur zwei verschiedene Gegner — Hamburger SV im DFB-Pokal, Schalke 04 in Bundesliga und Europa League sowie wieder HSV in der Bundesliga — ein wichtiger Faktor zum Erfolg sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Hecking-Tabelle

(RP)