Borussia Mönchengladbach: Yann Sommer, Matthias Ginter und Nico Elvedi sind ein magisches Dreieck

Starkes defensives Zentrum : Das magische Dreieck der Borussia

Die Gladbacher sind schon wieder zurück in der Erfolgsspur. Die Grundlage dafür ist eine starke Defensive, die mit 18 Gegentoren nun sogar die beste der Liga ist. Die Hauptdarsteller: Yann Sommer, Matthias Ginter und Nico Elvedi.

Durch den 1:0-Sieg in Leverkusen, hat es Borussia geschafft, ihre Position in den Top drei der Bundesliga zu halten. In einer Tabelle ist sie sogar an die Spitzenposition gesprungen: Mit 18 Gegentoren stellen die Gladbacher gemeinsam mit Borussia Dortmund und RB Leipzig die beste Defensive der Liga.

Auch wenn man bei Borussia immer wieder betont, dass sowohl die Leistung in der Abwehr als auch im Sturm eine des gesamten Teamgefüges ist, gibt es dafür ein Trio, das hauptverantwortlich für diese tolle Borussia-Bilanz ist. Das sind Torhüter Yann Sommer sowie das Innenverteidiger-Duo Matthias Ginter und Nico Elvedi. Sie sind das magische Dreieck der Gladbacher.

Diese Bezeichnung für ein überaus erfolgreiches Trio haben in den Neunzigern Giovane Elber, Fredi Bobic und Krassimir Balakow salonfähig gemacht. Sie, das erste magische Dreieck, führten damals den VfB Stuttgart unter anderem zu einem Gewinn des DFB-Pokals.

Seither gibt es immer wieder Dreierkonstellationen, denen dieses Prädikat zugesprochen wird. Bislang beschränkte sich dies jedoch auf offensive Konstellationen, in Borussia steht das Top-Dreieck jedoch in der Defensive.

Nach der Partie in Leverkusen verzichtete Dieter Hecking darauf, Sommer, Ginter und Elvedi ein Sonderlob auszusprechen, sondern stellte ganz borussiamäßig vielmehr die Arbeit der gesamten Mannschaft gegen den Ball hervor. „Das ganze Team hat einen hohen Laufaufwand gezeigt, damit fängt es an. Was dann durchkommt, muss eine Abwehr dann abfangen und da muss ein Torwart auch da sein“, sagte der Trainer. Doch auch er wird wissen, dass den Dreien ein großer Anteil am Auftakterfolg in die Rückrunde zuzusprechen ist.

Denn bei Borussia war am Sieg vor allem eine starke Defensivleistung gefragt. Als Grundtaktik, da Leverkusen mit seinem neuen Trainer Peter Bosz erwartungsgemäß voll auf Angriff spielte, aber auch, weil die Offensive der Gladbacher über weite Strecken der Partie stockte. So mussten sich Ginter und Elvedi vieler Angriffe des Gegners erwehren. Ihnen gelang es jedoch, eine Vielzahl an brenzligen Situationen zu bereinigen.

War ihnen das mal nicht möglich, war Sommer stets zur Stelle. Zwar hatte der Schweizer gegen Leverkusen keine der Glanzparaden zeigen müssen, die ihn in der Hinrunde auszeichneten, dafür bestach er mit einer sehr sicheren Ausstrahlung und zog die gegnerischen Schüsse förmlich an. Zehnmal schossen die Leverkusener auf das Tor, acht Mal davon in die Arme des Schweizer Schlussmannes.

Mit der Gewissheit dieser Defensivqualität werden die Gladbacher auch am Samstag (15.30 Uhr) ihr erstes Heimspiel gegen den FC Augsburg bestreiten. In der Hinrunde konnten die Fans bei allen acht Partien im Borussia-Park einen Sieg feiern. Diese Serie, wie sie es in Mönchengladbach noch nie gegeben hatte, soll gegen den Tabellen-15., der in den vergangenen neun Partien keinen Sieg ergattern konnte und nur neun Punkte holte, fortgesetzt werden. 

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