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Borussia Mönchengladbach: Yann Sommer ist Notenbester im Jahres-Zeugnis

Jahres-Zeugnis der Borussen : Gladbachs Klassenprimus verteidigt seinen Spitzenplatz

Torwart Yann Sommer und Jonas Hofmann als bester Feldspieler wiesen die besten Durchschnittsnoten aller Borussen in der abgelaufenen Saison auf. In der Rückrunde gab es zudem noch einen klaren Gewinner – während ein anderer Stammspieler über die komplette Saison enttäuschte.

In der Meisterschaft hat es erstmals seit elf Jahren nicht für einen einstelligen Tabellenplatz gereicht, im DFB-Pokal kam das Aus im Achtelfinale durch ein peinliches 0:3 beim Zweitligisten Hannover 96: Das sind die enttäuschenden Ergebnisse aus 37 Pflichtspielen, die Borussia in der Saison 2021/22 bestritt. 37 Spiele, in denen die Gladbacher Profis von den Borussia-Reportern der „Rheinischen Post“ benotet wurden – sofern sie im jeweiligen Spiel mindestens 30 Minuten auf dem Platz standen. Yann Sommer brachte es auf 36 benotete Einsätze, die Feldspieler mit den meisten Benotungen waren die Innenverteidiger Matthias Ginter und Nico Elvedi (je 30). Was sonst noch auf dem Saison-Zeugnis der Borussen auffällt.

Die Besten Yann Sommer hat seinen Spitzenplatz aus dem Halbjahres-Zeugnis verteidigt und seinen Notenschnitt sogar noch verbessert: Nach einer 2,62 in der Hinserie erreichte er in der Rückserie eine 2,48. In Summe machte das – inklusive Pokal – eine 2,52, die angesichts seiner Bilanz von 63 Gegentoren in 36 Spielen umso bemerkenswerter ist. Der einzige Feldspieler mit einem Zweierschnitt ist Jonas Hofmann. Der Offensiv-Allrounder kam allein in der Rückrunde auf eine starke 2,71, womit er den Hinrundenschnitt von 3,12 nochmals deutlich unterbot. Seine persönliche Rekordspielzeit mit zwölf Saisontoren schlug sich demnach auch in seiner Zeugnis-Note nieder, in der Gesamtbilanz wurde es letztlich eine 2,88.

Die Aufsteiger Hofmann gehörte damit zu den Borussen, die sich im Vergleich zur Hinrunde nochmals deutlich steigerten. Den größten Satz machte indes sein Offensiv-Kollege Alassane Plea. Der Franzose hatte sich zum Jahreswechsel mit einer 3,51 begnügen müssen, die Rückrunde, in der er sieben Tore und sieben Vorlagen beisteuerte, beendete er dagegen mit einer 2,81. Bei Landsmann Marcus Thuram war die Diskrepanz noch größer (Hinrunde: 4,33/Rückrunde: 2,88), indes kam der Stürmer auf weit weniger benotete Einsätze. Dass Manu Koné im Vergleich zu seinem ersten Halbjahr in der Bundesliga nochmals einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat, zeigt sich auch in unseren Bewertungen: Einer 3,55 auf dem Halbjahres-Zeugnis folgte in der Rückrunde eine 3,19.

Die Schwächsten Hannes Wolf hatte keine Gelegenheit, sich in der Rückserie zu verbessern, der Österreicher wurde an Swansea ausgeliehen. Seine 3,72 aus der Hinserie ist inklusive der Pokal-Bewertungen aber nicht die schwächste Durchschnittsnote. Die kassierte Winter-Zugang Marvin Friedrich, der einen schwierigen Start bei der Borussia hatte. Ins einen sieben benoteten Pflichtspieleinsätzen reichte es nur zu einer 3,79. Rein auf die Bundesliga bezogen hatte Nico Elvedi den schwächsten Schnitt (3,75), auch Ramy Bensebaini (3,68) und Christoph Kramer konnten mit ihrer Saison nicht zufrieden sein.

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Die Absteiger Angesichts einer Steigerung um sieben Zähler im Vergleich der Hinserie fällt insgesamt die Benotung der Borussen in der Rückrunde besser aus. Insofern verwundert es nicht, dass sich die Zahl der Spieler, die sich klar verschlechterten, in Grenzen hielt. So fiel Joe Scally von einer 3,45 nach der Hinserie auf eine 3,9 ab, indes hatte der US-Amerikaner, der in der ersten Halbserie Stammspieler gewesen war, ab Januar nur noch vier benotete Liga-Einsätze. Jordan Beyer steigerte die Anzahl seiner benoteten Spiele, da er nun aber auch ein paar schlechte Benotungen erhielt, war sein Rückrundenschnitt (3,42) schwächer als der Notenschnitt der Hinserie (3,1).

Ein Einfluss des Pokals Beim Blick auf den Gesamt-Notenschnitt des Einzelnen muss beachtet werden, dass der DFB-Pokal durchaus noch einen gewissen Einfluss genommen hat. Denn manche Spieler wie Bensebaini, Hofmann, Beyer oder Luca Netz wurden nur bei der 5:0-Gala gegen die Bayern benotet, während bei Plea, Thuram und Friedrich einzig das 0:3 in Hannover eine Rolle spielte. Anders sah das bei Koné aus: Er erhielt eine 1 gegen die Bayern und eine 6 gegen Hannover, womit sich die Extreme in gewissem Sinne neutralisierten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussias Saison-Zeugnis 2021/22