1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Yann Sommer, Ginter, Neuhaus, Stindl, Embolo bilden Achse für die Champions League

Das Gladbacher Gerüst : Borussias Achse für den letzten Schritt in die Champions League

Yann Sommer, Matthias Ginter, Florian Neuhaus, Lars Stindl und Breel Embolo bilden in diesen Wochen Borussias Gerüst. Im letzten Spiel gegen Hertha BSC wird es auf sie nochmal besonders ankommen.

Nur noch ein Spiel trennt Borussia von der Champions League. Höchstwahrscheinlich reicht schon ein Punkt am Samstag gegen Hertha BSC, weil Bayer Leverkusen bei einem Rückstand von zwei Punkten und neun Treffern wohl kaum gegen Mainz 05 die Tor-Bilanz ausgleichen kann. Unter Umständen ist es auch gar nicht wichtig, was Gladbach macht, dann nämlich, wenn Bayer nicht gewinnt. Doch dieses Szenario ist sicher nicht in den Köpfen des Teams von Trainer Marco Rose. Am Samstag geht Borussia mit dem gleichen Ziel wie bei jeder anderen Partie ins Spiel: gewinnen. Und damit das gelingt, müssen vor allem die Spieler wieder Leistung bringen, die in den vergangenen Wochen schon entscheidend waren. Yann Sommer, Matthias Ginter, Florian Neuhaus, Lars Stindl und Breel Embolo sind Borussias Achse für den letzten Schritt.

Sommer und Ginter sind schon über die gesamte Saison die Fixpunkte in Gladbachs Defensive. Der Schweizer Nationaltorhüter hat das Team schon häufig vor Unheil bewahrt mit seinen Paraden, Fehler sind ihm nur äußerst selten unterlaufen. Ähnlich ist es auch bei Abwehrchef Ginter, er hatte sein schlechtestes Spiel der Saison am dritten Spieltag beim 1:3 gegen RB Leipzig, als er an allen Treffern von Timo Werner seinen Anteil hatte. Seitdem aber ist sein Spiel nahezu tadellos. In den vergangenen Wochen wurde er sogar als Spielgestalter immer wertvoller, beim 3:1 in Paderborn leitete sein langer Pass wiederholt ein Tor ein. Ginter und Sommer sind auch neben Stefan Lainer die einzigen Spieler, die immer in der Startelf gestanden haben, wenn sie nicht verletzt oder gesperrt sind.

Neuhaus gehörte in den meisten Fällen auch zum Stammpersonal, er spielte aber in der Hinrunde noch nicht eine tragende Rolle. Da hatte er noch Probleme mit dem Spielstil von Rose. Seit dem Beginn der zweiten Saisonhälfte steigert sich Neuhaus kontinuierlich, spätestens seit dem Restart nach der Corona-Pause und der Verletzung von Denis Zakaria ist er der Chef im Gladbacher Mittelfeld. Neuhaus ist die erste Anspielstation im Zentrum, Taktgeber und auch vorne gefährlich.

Stindl hat in den vergangenen Wochen nochmal eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll er noch ist. Sein Tor-Konto hat er auf neun Treffer aufgestockt. und In Paderborn hat der Kapitän mit seinem Doppelpack das Spiel entschieden, den Elfmeter, den er verwandelte, hat er auch selbst rausgeholt. Überhaupt ist seine Qualität von Strafstößen auch ein wichtiges Argument, Ramy Bensebaini hat seine Elfmeter zwar auch verwandelt, die Sicherheit von Stindl ist aber beispiellos.

Embolo ist in seine tragende Rolle mehr oder weniger reingerutscht. Aufgrund der Verletzungen von Marcus Thuram und Alassane Plea ist er der einzige Stürmer, der die Power ins Spiel bringen, die Rose für seine Idee ganz vorne braucht. In den vergangenen Partien hat Embolo das auch den Vorstellungen seines Trainers entsprechend umgesetzt, der 23-Jährige hat die Fähigkeit, alleine ganze Defensivverbunde in die Bredouille zu bringen.

Diese fünf Spieler werden im letzten Spiel gegen Hertha BSC wieder enorm wichtig sein. Werden die Akteure aus der Gladbacher eine gute Tagesform haben, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass Borussia die Saison erfolgreich beendet und den Einzug in die Champions League schafft.

Sommer, Ginter, Stindl und Embolo haben in diesem Wettbewerb bereits Erfahrungen gesammelt, für Neuhaus wäre es dann in der nächsten Saison die Premiere. Ginter war mit Borussia Dortmund in den Spielzeiten 2014/15 und 2016/17 in der Königsklasse vertreten, 13-mal kam er zum Einsatz. Sommer kommt sogar schon auf 26 Spiele in der Champions League, dort spielte er mit Gladbach und dem FC Basel. Stindl war bei Borussias beiden Teilnahmen dabei und stand elfmal auf dem Platz. Mit fünf Toren war er sogar äußerst erfolgreich in diesem Wettbewerb. Und Embolo schaffte es mit Schalke 04 und ebenfalls mit Basel in die Königsklasse, zwei Tore erzielte er dort in seinen 13 Einsätzen.