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Borussia Mönchengladbach: Yann Sommer, Ginter, Elvedi bilden beste Defensive, spielen aber selten zu Null

Trotz weniger Gegentore : Dieses Defensiv-Problem macht Borussia zu schaffen

Borussia hat gemeinsam mit RB Leipzig die wenigsten Gegentreffer in der laufenden Bundesliga-Saison kassiert. Aber es gelingt relativ selten, dass ein Spiel ohne gegnerisches Tor endet. Das kann wie gegen Hoffenheim problematisch sein.

Mit 25 Gegentoren hat Borussia Mönchengladbach mit RB Leipzig die beste Defensive der Liga. Dennoch gibt es ein Problem für die Abwehr, das in den entscheidenden Wochen sogar ein Gewichtiges sein könnte, in denen die meisten Spiele eng werden dürften. Denn Gladbach schafft es aktuell zu selten, das eigene Tor komplett dicht zu machen. In der Bundesliga gelang das in 22 Spielen lediglich fünfmal – und beim 1:1 gegen Hoffenheim hat sich gezeigt, dass es wichtig wäre, wenn dies häufiger gelingt.

Zum Schluss der Hinrunde hat Gladbach gegen Paderborn (2:0) und bei Hertha BSC (0:0) letztmals kein Gegentor kassiert. In dieser Phase ging es darum, die letzten Kräfte zu bündeln und das Optimum aus den Spielen zu holen, das Wie war in dieser Zeit egal. Da gab es einen großen Fokus darauf, hinten die Null zu halten. Der fehlt momentan ein wenig, was sich auch darin bemerkbar macht, dass Keeper Yann Sommer in jedem Spiel 2020 hinter sich greifen musste.

Gladbach will wieder schöneren Fußball spielen und offensiv dominanter auftreten. Das gelingt zwar, doch so gibt es auch Nachlässigkeiten in der Defensive. Da können auch Sommer sowie die Innenverteidiger Matthias Ginter und Nico Elvedi nicht alles Zählbare vom eigenen Tor fernhalten.

Was sich vor allem geändert hat: In der Hinrunde galt lange, dass eine Partie praktisch gelaufen war, wenn Borussia in Führung geht, weil die Abwehr dicht machte. Doch in den vergangenen drei Spielen gegen Hoffenheim, in Düsseldorf (4:1) und in Leipzig (2:2) gab es jeweils Gegentore nach eigener Führung. In zwei Fällen gab es sogar Punktverluste – so wird es Borussias Null-Problem.