Borussia Mönchengladbach: Weisweiler Elf gegen Flic Flac

Borussias Traditionsteam: Weisweiler Elf gegen Flic Flac

Borussias Traditionsteam spielt heute gegen eine Mannschaft vom Zirkus.

Was die Artistik angeht, wird der Gegner der Weisweiler Elf am Dienstagabend auf dem Fohlenplatz im Schatten des Neubaus im Borussia-Park deutlich voraus sein. Denn Borussias Traditionsmannschaft spielt gegen ein Zirkus-Team

"Nein", sagt Peter Wynhoff, Teammitglied und einer der Geschäftsführer von Borussias Traditionsteam. "Wir haben keinen in der Mannschaft, dessen Markenzeichen der Torjubel mit einem Flick-Flack ist." Die Alt-Borussen sind da sehr pragmatisch. Zumal sie in ihren Spielen meist viele, viele Tore erzielen.

Wie am Samstag beim Auftakt der Feld-Saison. Da gab es ein 16:1 in Westkirchen, bei dem sich selbst der siebenmalige Torschütze Chiquinho, als Brasilianer für Artistik vielleicht prädestiniert, keine ausufernden emotionalen Ausbrüche gönnte beim Torjubel. Etwas anders dürfte in der Sache die Befindlichkeit beim Team des Zirkus Flic Flac sein, das die Weisweiler Elf ab 18 Uhr in einem zweimal 30-Minuten-Match herausfordert. Da dürfte jeder Treffer nahezu eine Freudenexplosion hervorrufen. Denn das Borussen-Team unter anderem mit Claus Reitmaier, Thomas Kastenmaier, Roel Brouwers, Jörg Albertz, Karlheinz Pflipsen und Valandi Anagnostou ist turmhoher Favorit gegen die sicher fitten, aber fußballerisch wenig erprobten Zirkusleute.

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"Die Jungs kicken zwar regelmäßig, aber eben nur auf der Wiese und untereinander. Sie haben großen Respekt vor der Weisweiler Elf", sagt Barbara Rott, Sprecherin des Zirkus. Dafür ist das Team sehr international, "wir haben 35 Artisten aus neun Nationen." 22 Spieler gehören dem Kader für den heutigen Tag an: "Wir werden viel wechseln", kündigt Rott an. Für Patrick Lemoine, der aus Heinsberg kommt, könnte es ein besonderer Tag werden. Im Zirkus ist er für Jonglagen zuständig, am Dienstag soll er eventuell als Gastspieler bei der Weisweiler Elf zum Einsatz kommen, weiß Rott.

Jene, die Augenzeuge sein wollen, ob es tatsächlich dazu kommt, müssen keinen Eintritt zahlen, der ist frei für das Spiel. "Spenden sind aber willkommen", sagen Rott und Wynhoff. Der Erlös des Tages geht an den Verein "Zornröschen". Und jeder Spender nimmt an einer Tombola teil.

Die Idee zu diesem Spiel entstand bei der Premiere von Flic Flac. "Die Show war sensationell, da kam die Idee auf, mal gegeneinander zu spielen", sagt Wynhoff. Eine gute Show soll es auch am Dienstag geben - und sicherlich auch das eine oder andere Kunststück. Davon gab es beim letzten Spiel der Weisweiler Elf auf dem Fohlenplatz einige zu sehen. Das war am 12. August 2016 das 21:4 gegen das Team des Vatikan. Flic Flac will die Geschichte möglichst etwas moderater gestalten.

(kk)