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Borussia Mönchengladbach: Was US-Trainer Gregg Berhalter von Fabian Johnson hält

US-Trainer Berhalter kennt Borussias Amerikaner gut : Johnsons Flexibilität ist Fluch und Segen zugleich

Der neue US-Trainer Gregg Berhalter und Borussias amerikanischer Spieler Fabian Johnson haben zusammen bei 1860 München gespielt. Welche Rolle Johnson in seinen Planungen für das US-Team spielt, ließ Berhalter offen.

Der neue US-Nationaltrainer Gregg Berhalter, seit Anfang September 2018 im Amt, war am Wochenende in der Bundesliga unterwegs, um sich seine in Deutschland tätigen Spieler anzuschauen. Unter anderem kam er nach Mönchengladbach, wo für Borussia Fabian Johnson und für den VfL Wolfsburgs Anthony Books spielten.

Inwieweit Johnson, der am Samstag wie zuvor beim 1:1 in Frankfurt Rechtsverteidiger spielte, mit 30 Jahren beim Neustart für Berhalter eine Rolle spielen wird, ließ der US-Trainer bei seinem Besuch im Borussia-Park offen. Johnson war zuletzt im September 2017 nominiert für das US-Team. „Ich kenne Fabian gut aus der Zeit bei 1860 München, wo wir zusammengespielt haben. Ich habe viel Respekt vor ihm, vor seinem Spiel, er ist ein vielseitiger Spieler. Das ist für einen Trainer gut, weil er dadurch einige taktische Optionen hat, für den Spieler ist Flexibilität aber Fluch und Segen zugleich“, sagte Berhalter. Johnson kam aus der Jugend der Löwen und spielte von 2006 bis 2009 für die Profis des Klubs, Berhalter war von 2006 bis 2009 ein Löwe.

Das ist das Team von 1860 München für die Zweitliga-Saison 2008/2009. Mit dabei: Gregg Berhalter (obere Reihe, Dritter von links) und Fabian Johnson (2. Reihe, Achter von Links). Foto: dpa

Auch in Gladbach wird Johnson ständig mit der Frage konfrontiert, was er nun sei: Linksaußen oder Rechtsverteidiger? Gespielt hat er auf beiden Seiten, vorn wie hinten, zudem war er auch schon Stürmer. „Als ich nach Mönchengladbach gekommen bin, habe ich davor auch die ganze Zeit Verteidiger gespielt. Damals habe ich gesagt, dass ich mich da am wohlsten fühle, weil ich die vergangenen anderthalb, zwei Jahre Verteidiger gespielt habe. Wenn man dann links außen spielen soll, ist das eine Umgewöhnung. Und genauso war es auch andersherum. Wenn ich die ganze Zeit links außen gespielt habe, sage ich da auch: Da fühle ich mich gerade wohl, ich weiß, was ich zu tun habe, wie ich mich verhalten muss“, sagte Johnson zuletzt im Interview mit unserer Redaktion.

Johnson, der in München geboren wurde, aber einen amerikanischen Vater hat, hatte im November 2011 unter Klinsmann im US-Team debütiert, nachdem er zuvor in den deutschen Nachwuchs-Nationalteams gespielt hatte. Bei der WM 2014 in Brasilien hatte er als offensiv ausgerichteter Rechtsverteidiger überzeugt, nach seinem Wechsel von 1899 Hoffenheim nach Gladbach aber meist vorne links gespielt. Seinen letzten Einsatz hatte für die USA er am 2. September 2017 bei der 0:2-Heimniederlage gegen Costa Rica, die wesentlich zur verpassten WM beitrug. Mit einem 1:1 in Honduras fiel die Russland-Reise für die Amerikaner dann endgültig aus. Da kam Johnson nicht zum Einsatz.