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Borussia Mönchengladbach: Was Adi Hütter beim 0:2 gegen Leverkusen ärgerte

„Wir hatten eine klare Zuteilung“ : Hütter ärgert sich gegen Leverkusen besonders über eine Tatsache

Neben der Aufstellung war vor allem das Zustandekommen der Gegentore beim 1:2 gegen Bayer Leverkusen ein Gesprächsthema bei den Gladbachern – und somit auch bei Adi Hütter. Was Borussias Trainer zu den beiden Treffern des Gegners sagte.

Adi Hütter gab Yann Sommer einen anerkennenden Klaps auf den Hinterkopf. Borussias Trainer wusste, dass er sich bei seinem Torwart zu bedanken hatte – und das nicht nur wegen zwei gehaltener Elfmeter. Ganz klar: Ohne den Gladbacher Keeper wäre die 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen wohl deutlicher ausgefallen.

„Leverkusen war der verdiente Sieger, nicht zuletzt weil Yann Sommer noch zwei Elfmeter gehalten hat. Aber für uns ist es absolut ärgerlich, denn wir wollten an unsere Leistung von München anknüpfen, und das ist uns nicht gelungen“, resümierte der Gladbacher Trainer, der seiner Mannschaft am Samstagabend aber nicht den Willen absprechen wollte: „Sie hat bis zum Schluss alles gegeben, in den letzten Minuten hätten wir in einem verloren geglaubten Spiel auch noch punkten können. Aber wir hatten nicht so viele klare Torchancen.“

Er habe in der ersten Halbzeit noch ein halbwegs ausgeglichenes Spiel gesehen, in der seine Mannschaft „auch ordentliche Ballanteile hatte. Das war schon okay, denn man muss bedenken, dass die Leverkusener mit ihrer Schnelligkeit schon einen Trumpf in der Hand hatten“, sagte Hütter. In der Tat war Bayer über die Außen auch vor der Pause schon mehrmals aussichtsreich nach vorne gekommen, beim letzten Pass fehlte aber eindeutig die Präzision.

Ziemlich präzise war dagegen der Elfmeter von Patrik Schick in der 50. Minute getreten, doch Sommer ahnte die Ecke und parierte hervorragend. Umso ärgerlicher war, dass mit der anschließenden Ecke trotzdem das 0:1 fiel. „Das hat uns heute auf die Verliererstraße gebracht“, sagte Hütter, der mit ansehen musste, wie sein Team auch das zweite Gegentor nach einem ruhenden Ball kassierte.

„Das ist sehr ärgerlich, wir hatten eine klare Zuteilung. Beide Standards waren gut getreten, aber wir haben sie auch nicht gut genug verteidigt. Das ist uns gegen Freiburg nicht gelungen, und das ist uns jetzt nicht gelungen. Daran haben wir weiter zu arbeiten“, sagte Hütter, der sich noch etwas detaillierter zum 0:1 äußerte: „Robert Andrich geht entschlossen in dieses Duell und setzt sich gut gegen Tony Jantschke durch. Tony ist einer unserer verlässlichsten Spieler, schade, dass ihm das heute passiert ist.“

Trotz des Anschlusstores durch Nico Elvedi wurde es nichts mehr mit einem Punktgewinn. Durch die fünfte Niederlage in Folge gegen Bayer kassierte Borussia einen Rückschlag, der es dem Klub schwerer macht, sich schnell von der Abstiegszone zu lösen. „Ich bin immer überzeugt von unserer Mannschaft. Und wenn die Zuschauer da gewesen wären, hätte dieses Spiel am Schluss noch mal sehr spannend werden können. Wir haben es heute nicht geschafft, in diesen letzten Möglichkeiten, die wir noch vorgefunden haben, die letzte Entschlossenheit zu haben. Nichtsdestotrotz haben wir die Ruhe und die Geduld, weil wir auch überzeugt sind von dieser Mannschaft. Wir haben Qualität, wir haben Klasse“, sagte Hütter. Diese wieder zu zeigen, wird nun im Pokal am Mittwoch (18.30 Uhr) bei Hannover 96 und kommenden Samstag in der Liga gegen Union Berlin (15.30 Uhr) die Aufgabe sein.

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