Borussia Mönchengladbach: Warum Transfer von Valentino Lazaro Sinn machen würde

Interesse am Herthaner : Warum ein Transfer von Lazaro für Borussia Sinn machen würde

2017 war Valentino Lazaro Spieler bei RB Salzburg, als Rose die Profimannschaft übernahm. Nach kurzer Zeit wechselte er nach Berlin, nun könnte es aber zur Wiedervereinigung in Mönchengladbach kommen.

Marco Rose, der am Mittwoch seinen ersten offiziellen Auftritt als Borussia-Trainer hatte, startete im Sommer 2017 seine Profi-Karriere als Coach. Da wurde er von der U19 des RB Salzburg zum Chef der ersten Mannschaft beordert. Mit einem Spieler aus dem damaligen Team könnte es nun sogar zur Wiedervereinigung kommen: Valentino Lazaro.

Nach Informationen unserer Redaktion sollen die Gladbacher ein Auge auf den heute 23-Jährigen geworfen haben. Lazaro gilt als Kandidat für die Nachfolge von Thorgan Hazard, der für bis zu 30 Millionen Euro zu Borussia Dortmund wechselt. Es ist zudem zu hören, dass der österreichische Nationalspieler einen Vereinswechsel anstrebe, er möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen, dazu in der kommenden Spielzeit im Europapokal spielen — bei Borussia, von der es jedoch noch keine Kontaktaufnahme gegeben haben soll, hätte er im Gegensatz zu seinem aktuellen Arbeitgeber Hertha BSC die Möglichkeit dazu.

Lazaro absolvierte 2017 unter Rose drei Spiele, die das Team allesamt gewann, ehe Salzburg seinem Wechselwunsch entsprach und er zu Hertha BSC wechselte. Der Außenspieler kostete die Berliner damals eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro, die in Form einer Kaufpflicht nach fünf Einsätzen in einem Leihgeschäft verankert war.

Nun könnten Rose und Lazaro in Mönchengladbach wieder zusammenfinden. Der Marktwert des Außenspielers hat sich seit seinem Wechsel in die Hauptstadt jedoch deutlich gesteigert, er liegt laut transfermarkt.de bei 17 Millionen Euro. Nach unseren Informationen ist in Lazaros bis 2021 laufenden Vertrag bei den Herthanern keine Ausstiegsklausel verankert, weshalb sich Borussia mit seinem aktuellen Arbeitgeber über die Modalitäten einigen müsste. Im Winter waren bei einem möglichen Wechsel bereits etwa 20 Millionen Euro im Gespräch, um eine ähnliche Summe könnte es sich auch diesmal handeln.

Doch das Investement könnte sich lohnen, zumal die Borussen nach dem Hazard-Abgang und den Einnahmen aus der Europa-League-Qualifikation die Mittel dazu haben. „Wir werden wie jeden Sommer den Kader verändern und natürlich noch ein paar Spieler dazu holen, die zur Spielidee von Maro Rose passen“, sagte Sportdirektor Max Eberl bei der Vorstellung seines neuen Trainers. Lazaro ist ein solcher Spieler. Nicht nur, weil er bereits für kurze Zeit unter Rose gespielt hat, sondern weil er den RB-Powerfußball verinnerlicht hat. Ab der U15 hat Lazaro die Jugendakademie der Salzburger durchlaufen, hat von dort aus den Sprung zu den Profis geschafft — wie Rose. Im Alter von 16 Jahren hat er dort bereits seine ersten Einsätze gehabt und entwickelte sich in den nächsten fünf Jahren in Salzburg zum Nationalspieler. Der Rose-Fußball, der praktisch im gesamten Klub praktiziert wird, steckt also in ihm. Außerdem kann er alle Außenpositionen bekleiden, war sowohl als Rechtsaußen als auch als rechter Verteidiger einer der besten Berliner in der abgelaufenen Saison.

Eberl sagt, von unserer Redaktion auf ein Interesse an Lazaro angesprochen, nur: „Das sind Spekulationen.“ Er betonte jedoch bereits vor zwei Wochen, als es um einen möglichen Transfer von Ihlas Bebou, der jedoch nach Hoffenheim wechselte, ging, „dass wir uns natürlich mit Spielern aus der Bundesliga beschäftigen“. Wohl auch mit Lazaro, der dazu ein junger, entwicklungsfähiger Spieler ist, der die Spielidee von Rose bereits verinnerlicht hat.

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