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Borussia Mönchengladbach verspielt 1:0-Führung beim 1:1 gegen Mainz 05

Nur 1:1 gegen Mainz : Embolos Tor reicht Borussia nicht zum wichtigen Heimsieg

Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung durch Breel Embolo kam Gladbach nach einem Leistungseinbruch in Durchgang zwei nur zu einem 1:1 gegen Mainz 05. Damit wurde der vielleicht entscheidende Befreiungsschlag verpasst.

Borussia Mönchengladbach hat den vielleicht finalen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung gab es gegen Mainz 05 nur ein 1:1. Wie oft in dieser Saison gab es einen deutlichen Leistungseinbruch.

Adi Hütter kehrte nach seiner Corona-Infektion auf die Trainer-Bank zurück. Mit ihm kam auch der Kapitän wieder. Erstmals seit dem 15. Januar, als es ein 1:2 gegen Bayer Leverkusen gab, stand Lars Stindl wieder in der Startelf. Nach seiner Innenbandverletzung hatte der 33-Jährige beim 2:0 gegen Hertha BSC sein Kurz-Comeback gefeiert. Gegen Mainz bildete er mit Alassane Plea die Doppelzehn hinter der einzigen Spitze Breel Embolo.

Für die Borussen ging es gegen die auswärts schwachen, aber gleichwohl unangenehmen Mainzer darum, nach den beiden Zu-Null-Siegen gegen die Hertha und in Bochum weiterzumachen. Dass hatte Hütter vor dem Spiel auch nochmal gefordert. „Wir müssen das intensive Spiel der Mainzer annehmen und unsere spielerischen Qualitäten auf den Platz bringen“, sagte der 52-Jährige.

Für die Umsetzung letzteren Anspruchs war auch Stindl verantwortlich. Dass er es kann, zeigte er in der 33. Minute, als die Borussen ganz fein das 1:0 herausspielten. Erst ein Seitenwechsel von Plea auf den sehr aktiven Stefan Lainer, der Florian Neuhaus fand, der ließ klaschen auf Stindl, der Embolo mitnahm, der nochmal Neuhaus einband und mi seinem Querpass schließlicj Breel Embolo das 1:0 auflegte. Eine ganz starke Kombination, ganz im Gladbach-Tiki-Taka-Stil.

Der Schweizer Embolo setzte damit seinen aktuellen Torlauf fort. In Bochum hatte er das 2:0 erzielt und dann auch für die Schweiz im Wembely-Stadion gegen England getroffen. In der Bundesliga war es Embolos fünfter Saisontreffer. Er ist damit einer, der den aktuellen Höhenflug der Gladbacher verkörpert mit seiner neuen Konsequenz im Abschluss. Drei Abschlüsse hatte er gegen Mainz in den ersten 45 Minuten, einer passte.

Die Führung war total verdient. In der 15. Minute hätte Plea schon das 1:0 machen können, nachdem Manu Koné zunächst den Ball vertändelt, ihn aber im Verbund mit Stindl wieder erkämft, Stindl Lainer geschickt und dieser geflankt hatte. Das ist es, was Hütter vorab meinte, dass es nun gewisse Selbsverständlichkeiten gibt.

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12:2 Torschüsse, 60 Prozent Ballbesitz und 61 Prozent gewonnene Zweikämpfe belegten auch statistisch die große Überlegenheit der Borussen vor der Pause. Danach änderte sich das Spiel aber radikal. Gladbach verlor völlig den Faden.

Denn aus der Pause kamen die Mainzer ganz anders zurück: präsenter, zielstrebiger – und gefährlicher. Nur ein unglaublicher Reflex von Yann Sommer bewahrte die Borussen in der 48. Minute vor dem schnellen Ausgleich. Der eingewechselte Jonathan Burkhardt war nach einem Pfostenschuss da, doch der Arm des am Boden liegenden Sommer schnellte hoch und lenkte den Ball über das Tor.

Was bis dahin eine recht einseitige Geschichte war, war nun eine Zitterpartie für die Gladbacher. Für die ging es darum, sich gegen die erstarkte Mainzer Wucht zu stemmen, dagegenzuhalten und die bestenfalls wieder abzufedern. Embolo, Lainer und Koné gaben die Vorarbeiter, versuchten den Rest mitzuziehen.

Mainz aber blieb oft am Ball und damit im Spiel, in der 71. Minute war es wieder Burkhardt, der das Gladbacher Tor knapp verfehlte. Kurz darauf war es aber passiert: Karim Onisiwo kam in Position und schloss zum 1:1 ab. Das Tor war ebenso verdient wie das der Gladbacher vor der Pause.

Borussias Spielfreude war einer seltsamen Passivität gewichen, Gladbach ließ Mainz gewähren, am Ende fast ohne Gegenwehr. So endete die erhoffte Siegesserie, bevor sie richtig begonnen hat. Dass es nicht noch schlimmer kam, war einzig Yann Sommer zu verdanken, der gleich mehrfach Weltklasse-Paraden zeigte. Es war keine schöne Rückkehr für Chef Hütter, nachdem sein Vertreter Christian Peintinger zuvor zweimal gesiegt hatte.

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