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Borussia Mönchengladbach verschenkt Sieg gegen TSG Hoffenheim in der Nachspielzeit

Nur 1:1 gegen Hoffenheim : Gladbach verschenkt Sieg in der Nachspielzeit

Das erste Saisontor des Nationalspielers Matthias Ginter reichte Marco Roses Team nicht zum Sieg gegen 1899 Hoffenheim. Alassane Plea vergab einen Elfmeter, ein Tor der Borussia wurde wegen Handspiels nicht gegeben – und dann traf Hoffenheim.

Dank eines frühen Treffers von Nationalspieler Matthias Ginter roch es für Borussia Mönchengladbach lange nach einem Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim, doch ein spätes Tor der Kraichgauer machte sorgte am Ende für Ernüchterung.

Trainer Marco Rose brachte auch im fünften Spiel des Jahres eine veränderte Mannschaft auf den Platz. Alassane Plea, der beim 4:1 in Düsseldorf wegen seiner Gelb-Rot-Sperre gefehlt hatte, kehrte zurück. Im 4-2-1-3-System, in dem die Borussen in der zweiten Halbzeit in Düsseldorf so geglänzt hatten, gingen sie nun auch das Spiel gegen Hoffenheim an. Lars Stindl, zuvor als Neuner Doppelpacker, spielte dabei aber auf der Zehn. Den Platz im Zentrum des Angriffs bekam Plea, der flankiert wurde er von Jonas Hofmann und Marcus Thuram.

Thuram war es dann auch, der wie in Düsseldorf als Vorbereiter tätig wurde. Nach einer Ecke prallte der Ball von ihm zu Matthias Ginter und der Abwehrchef erzielte mit einem strammen Rechtsschuss das frühe 1:0 (11.). Die Führung war verdient, weil die Gladbacher insgesamt mehr Spielanteile hatten. Hoffenheim jedoch tat, was Rose vermutet hatte: Es spielte mutig mit und kam immer wieder auch zu Situationen vor dem Borussen-Tor. Roses Ex-Spieler Munas Dabbur, seit Winter bei 1899, musste indes früh verletzt raus, er wurde durch Ihlas Bebou ersetzt.

Es war erkennbar, dass beide Teams ihr Heil im Spiel nach vorn suchten. Borussia tat dies konsequenter, die individuelle Qualität machte da den Unterschied. Vor allem Thuram war für die Hoffenheimer kaum zu greifen, er kam immer wieder gefährlich in den Strafraum. Nach 40 Minuten lenkte Oliver Baumann seinen Schuss am Tor vorbei. Nach der folgenden Ecke hatte erneut Ginter die Chance, doch erneut war Baumann da. Und auch, als Plea nach einem Doppelpass mit Stindl zu Thuram durchsteckte und dieser aus spitzem Winkel schoss. Da Borussia recht lax umging mit ihren Möglichkeiten, blieb es zur Pause beim 1:0 und das Spiel entsprechend offen.

Kostenpflichtiger Inhalt Bevor es weitere sportliche Höhepunkte gab, sorgten Borussias Ultras für einen Eklat. Es gab wieder einmal beleidigende Plakate gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. Schiedsrichter Felix Brych unterbrach die Partie, Kapitän Lars Stindl und Manager Max Eberl gingen in die Nordkurve. Das Stadion pfiff die eigenen Ultras aus.

Dann ging es weiter mit dem Sport. Florian Neuhaus scheiterte an Baumann, den Nachschuss schob Thuram dem Torwart in die Arme (54.). Drei Minuten später lenkte Yann Sommer einen Freistoß von Robert Skov ab und verhinderte so das 1:1. Auf der anderen Seite zielte Plea am langen Pfosten vorbei und Baumann hatte Glück, als ihm ein Ball durchrutschte, er aber doch noch klären konnte.

Es blieb dabei: Borussia war zu wenig konsequent vor dem Tor, dadurch waren die Gäste weiter dabei – und wie wurden stärker. Auch, weil sich Borussia ab und an Ballverluste im Aufbauspiel leistete und 1899 Umschaltaktionen erlaubte. Doch weiterhin waren die Kraichgauer zu wenig konkret in der Offensive.

Dann hatte Plea durch einen Videoentscheid die größte Chance zum 2:0. Ein Hoffenheimer hatte den Ball im Strafraum mit der Hand abgelenkt. Minuten danach nutzte Schiedsrichter Felix Brych die Unterbrechung, um die Szene zu kontrollieren. Er tat es und entschied auf Strafstoß. Plea jedoch scheiterte an Baumann. In der 83. Minute wurde ein Plea-Treffer wegen eines vorangegangenen Handspiels per Videoentscheid aberkannt.

Und dann kam es, wie es kommen musste: In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang dem Hoffenheimer Lucas Ribeiro noch der glückliche Ausgleich.

Statistik

Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt - Zakaria, Neuhaus - Hofmann (67. Herrmann), Stindl (88. Embolo), Thuram - Plea (90.+3 Raffael). - Trainer: Rose

Hoffenheim: Baumann - Rudy, Nordtveit, Benjamin Hübner, Zuber - Grillitsch (87. Ribeiro), Samassekou - Skov, Baumgartner, Bruun Larsen (82. Beier) - Dabbur (26. Bebou). - Trainer: Schreuder

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Tore: 1:0 Ginter (11.), 1:1 Ribeiro (90.+2)

Zuschauer: 50.250

Beste Spieler: Ginter, Thuram - Brunn Larsen

Gelbe Karten: Zakaria (7), Stindl (4), Wendt (3), Herrmann (4) - Skov (3), Baumgartner (2), Beier, Ribeiro

Besonderes Vorkommnis: Baumann hält Handelfmeter (nach Videobeweis) von Plea (75.)

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