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Borussia Mönchengladbach verliert spektakuläres Rheinderby gegen 1. FC Köln

Köln feiert vor 50.000 Fans : Borussia verliert spektakuläres Rheinderby nach zwei Patzern

Zwei dicke Patzer innerhalb von ein paar Minuten haben der Borussia alle Träume von einem Sieg im Derby gegen den 1. FC Köln verhagelt. An der 1:4-Niederlage konnte auch Yann Sommer nichts ändern.

Borussia Mönchengladbach verliert ein spektakuläres Rheinderby gegen den 1. FC Köln vor 50.000 Zuschauern und verpasst den Sprung auf einen Europapokalplatz. Bei der 1:4-Klatsche bewies Köln-Trainer Steffen Baumgart ein glückliches Händchen bei seinen Einwechslungen, während die Borussia in der Defensive mehrfach krass patzte.

Dejan Ljubicic (55.), Mark Uth (77.), Ondrej Duda (78.) und Sebastian Andersson (90.+3) schossen den FC im 93. Duell zum erst 26. Sieg. In der Tabelle zog Köln mit nun 18 Punkten mit Mönchengladbach gleich. Dank der besseren Tordifferenz bleiben die Fohlen, die bei zwei Aluminiumtreffern durch Denis Zakaria (42.) und Alessane Plea (62.) Pech hatten, noch vor Köln. Jonas Hofmann (74.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich.

Im Vorfeld war viel diskutiert worden, dass trotz der hohen Infektionszahlen 50.000 Zuschauer unter 2G-Bedingungen ins Stadion durften. Kurz vor Spielbeginn ordnete das Kölner Gesundheitsamt an, dass auch auf den Plätzen Maskenpflicht herrscht. Trotz wiederholter Aufforderungen durch den Stadionsprecher hielten sich längst nicht alle Zuschauer daran.

Die Fans sahen ein von Beginn an hitziges und umkämpftes, aber keinesfalls hochklassiges Derby. Köln versuchte, von Baumgart gewohnt emotional angepeitscht, die spielerisch überlegenen Gladbacher mit hohem Pressing unter Druck zu setzen.

So erzwang Köln immer wieder Ballgewinne, die erste wirkliche Torchance ließ aber auf sich warten. Erst in der 29. Minute kam Duda am Ende einer schönen Kombination gefährlich zum Abschluss, Yann Sommer war aber zur Stelle. Kurz darauf reagierte der Gladbacher Torhüter bei einem Kopfball von Anthony Modeste (35.) aus kurzer Distanz blitzschnell.

Auf der Gegenseite bekam Marvin Schwäbe erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit seines ersten Bundesligaspiels die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Der Vertreter des verletzten Stammtorhüters Timo Horn parierte in der 41. mit etwas Glück gegen Patrick Herrmann, dann traf Zakaria aus der Distanz den rechten Außenpfosten.

Nach der Pause musste Köln das verletzungsbedingte Aus von Kapitän Jonas Hector verkraften (51.). Doch davon ließ sich der FC nicht verunsichern, Ljubicic traf nach einer starken Kombination sehenswert in den Winkel.

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Nach dem Tor wurde die Partie noch hitziger, und Gladbach war um eine schnelle Antwort bemüht. Plea traf aus der Drehung den Pfosten, Nationalspieler Hofmann (65.) schoss knapp vorbei - und auch Schwäbe (67.) klärte in höchster Not.

Gladbachs Trainer Adi Hütter brachte in der Folge mit Florian Neuhaus und Marcus Thuram (66.) zwei frische Kräfte, um den Ausgleich zu erzwingen. Der in dieser Phase verdiente Treffer gelang Hofmann.

Doch statt nun nachzulegen, patzte Gladbach im Spielaufbau. Uth fing einen schlampigen Pass von Neuhaus ab und traf zur Führung, 90 Sekunden später legte Duda nach. Andersson sorgte für den Schlusspunkt.

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(dör/dpa/SID)