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Borussia Mönchengladbach verliert Punkte und Alassane Plea

Wieder kein Sieg in Freiburg : Borussia verliert Punkte und Plea - auch Eberl sieht Rot

Die Mannschaft von Trainer Marco Rose verpasst in der starken ersten Halbzeit die Führung. Dann trifft Nils Petersen zum 1:0-Siegtor für Freiburg und Stürmer Alassane Plea handelt sich seine zweite Gelb-Rote Karte der Saison ein.

Das war ein ganz bitterer Abend für die Borussen in Freiburg. Die 0:1-Niederlage beim Sport-Club war ein Rückschlag im Champions-League-Rennen. Zudem handelte sich Alassane Plea eine unnötige Gelb-Rote Karte ein und fehlt nun im Topspiel beim FC Bayern München. Marco Rose machte wahr, was er angesagt hatte: Er setzte auf Attacke. Die elf Herren, die gegen Union Berlin beim 4:1 begonnen hatten, durften auch in Freiburg beginnen. Auswärts mit sechs offensiv denkenden Spielern zu beginnen – das hat was. Rose will in die Champions League stürmen. Und genau so legte seine Mannschaft los: Selbstbewusst, mutig, mit viel Speed und immer auf der Suche nach der Tiefe im Spiel nach vorn.

Borussia traf auf die ein Spitzenteam. Und hatte Chancen. Marcus Thuram und Alassane Plea schoss am Tor vorbei, Florian Neuhaus, nochmal Plea und Lars Stindl scheiterten an Alexander Schwolow. Dann legte Stindl auf Plea ab, der verzog. Sechs Torschüsse nach 20 Minuten, elf bis zur Pause, zudem eine große spielerische Überlegenheit – die Führung hätte die Kräfteverhältnisse gut illustriert.

Gerade die Zentrale mit den beiden Sechsern Jonas Hofmann und Neuhaus sowie dem Zehner Stindl war in bester Spiellaune, es wurde schnell und vertikal gespielt, immer wieder gab es auch Chip-Bälle in den Strafraum, das ist das neue Stilmittel der Boussen in den vergangenen Wochen. Doch es ging nicht nur durch die Mitte, sondern immer auch gut über die Flügel, von wo der Ball immer wieder scharf in den Strafraum gegeben wurde. Allerdings: All dem Schönen und Guten fehlte der Effekt, das Tor.

Hätte nicht Yann Sommer kurz vor der Pause stark reagiert, als Lucas Höler vehement abschloss, wäre das Ganze zu einem regelrechten Ärgernis geworden, doch der Schweizer zeigte, was den Torwart eine Topteams auszeichnet: Er ist in Spielen wie diesem bei den wenigen Prüfungen voll da.

Nach der Pause ging es für Borussia weiter darum, eine Botschaft an die Konkurrenten im Champions-League-Rennen auszusenden, in dem sie vorlegte an diesem Wochenende. Doch die Nachlässigkeiten vor dem Tor rächten sich. Denn Nils Petersen, der beste Joker der Bundesliga, traf kurz nach seiner Einwechslung per Kopf zum 1:0. Die Freistoßflanke kam vom Ex-Gladbacher Vincenzo Grifo, Borussia bekam in der Szene keinen Zugriff auf den Torschützen. Es war das vierte Gegentor in Folge nach einem Standard. Freiburg war nun ganz anders im Spiel, weit präsenter, so, wie es oft war, wenn Gladbach kam: unangenehm.

Und es wurde noch unangenehmer. Denn Alassane Plea sah zum zweiten Mal in dieser Saison Gelb-Rot. Vor der Pause hatte er wegen Ballwegschlagens Geld gesehen, nach einem Foul musste er runter. So wird Borussia ohne ihren Top-Scorer zu den Bayern reisen. Sportdirektor Max fand die Pleas Rauswurf gar nicht angemessen, er ließ das lautstark wissen und sah dafür Rot. Rose stellte nun auf eine Dreierkette um, Stindl rückte nach vorn. Rose setzte weiter auf Attacke. Doch der Wucht der ersten Halbzeit war nicht mehr da. Freiburg hatte Borussen den Roten Faden aus der Hand gerissen. Es blieb beim 0:1. Und dabei, dass Borussia seit 2002 kein Bundesligaspiel in Freiburg gewonnen hat. Danach hatte es in der ersten Halbzeit nicht ausgesehen. Raffael kam am Ende noch zu seinem 200. Pflichtspiel für Borussia. Freude hat ihm dieses Jubiläumsspiel nicht gemacht.

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