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Borussia Mönchengladbach verliert bei Union Berlin mit 1:2

1:2-Niederlage bei Union : Borussias Fehler eiskalt bestraft

Borussia Mönchengladbachs Fehlstart in die Bundesliga-Saison ist perfekt. Nach dem 1:2 bei Union Berlin steht nur ein Punkt auf dem Konto. Die Köpenicker bestraften Gladbachs Fehler eiskalt. Der Anschlusstreffer von Jonas Hofmann kam zu spät.

Kapitän Lars Stindl raufte sich die Haare, seine Mitspieler sanken enttäuscht auf den Rasen. Der neue Trainer Adi Hütter versuchte, die Verlierer von Borussia Mönchengladbach aufzurichten, die mitgereisten Fans spendeten lautstark Trost - doch der Bundesliga-Fehlstart ist perfekt.

"Das ist eine bittere Pille - für mich auch unnötig, weil es nicht verdient war", sagte Hütter nach dem 1:2 (0:2) bei Union Berlin bei DAZN. Nach der Niederlage beim heimstarken Europapokal-Starter gehen die vom Verletzungspech verfolgten Fohlen nach drei Spieltagen ohne Sieg und mit nur einem Punkt in die Länderspielpause.

"Wir müssen uns so schnell wie möglich finden, dass wir punkten und nicht der Kapelle hinterherlaufen", forderte der Coach: "Stahlhelm auf, da müssen wir durch." Torschütze Jonas Hofmann klagte über die Abwehrfehler: "Wir gucken nur zu, kriegen zu einfache Gegentore, das ist zu naiv verteidigt. Wir haben aber auch nicht zwingend genug Großchancen rausgespielt."

Niko Gießelmann (22.) und Taiwo Awoniyi (41.) schossen Union nach zwei Remis zum ersten Dreier - es war das 18. Heimspiel in Serie ohne Niederlage. Damit endet eine erfolgreiche Woche für die Berliner, die am Donnerstag in die Gruppenphase der Conference League eingezogen waren. "Das war der perfekte Abschluss einer super Woche", meinte Gießelmann, "die Pause kommt jetzt gerade recht, wir sind alle platt."

Die Gladbacher, für die nur Hofmann in der Nachspielzeit traf (90.+1), müssen sich nach dem 0:4 in der Vorwoche bei Bayer Leverkusen wieder neu sammeln.

Vor 11.006 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei musste Hütter auf Nationalspieler Matthias Ginter (Corona) sowie Stefan Lainer (Sprunggelenksbruch) und Marcus Thuram (Innenbandriss am Knie) verzichten, die sich gegen Leverkusen verletzt hatten. In der Viererkette sprangen Jordan Beyer und Ramy Bensebaini ein - und bekamen gleich zu tun.

In der Anfangsphase verlängerte Bensebaini eine Flanke zu Union-Kapitän Christopher Trimmel (3.). Der Österreicher verfehlte am zweiten Pfosten nur knapp. Die Teams neutralisierten sich eine Weile, bis Gladbach im Mittelfeld den Ball verlor und Unions Genki Haraguchi mit seiner Hereingabe von rechts Gießelmann fand, der präzise einköpfte.

Gladbach blieb lange viel zu harmlos und ließ die Gastgeber zu oft kontern. Nach perfektem Zusammenspiel mit Max Kruse umkurvte Awoniyi Torhüter Yann Sommer und schob lässig ein.

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Auch nach der Pause ließ Gladbach trotz viel Ballbesitz die Genauigkeit in den Offensivaktionen vermissen. Union stand tief und verteidigte die Anläufe der Gäste sauber weg. Vielmehr setzte Gießelmann (66.) einen Kopfball nur knapp daneben, auch Levin Öztunali spitzelte den Ball kurz darauf hauchdünn vorbei. Gladbach versuchte sein Glück mit Fernschüssen von Denis Zakaria (71.) und Neuhaus (72.), die aber drüber gingen.

Statistik:

Union: Luthe - Baumgartl, Knoche, Jaeckel - Trimmel, Khedira (82. Griesbeck), Gießelmann - Haraguchi (61. Ryerson), Öztunali (82. Teuchert) - Kruse (82. Voglsammer), Awoniyi (73. Behrens). - Trainer: Fischer

Mönchengladbach: Sommer - Scally, Beyer, Elvedi, Bensebaini - Kramer (46. Zakaria), Neuhaus (84. Benes) - Hofmann, Stindl, Wolf (46. Herrmann) - Plea (71. Bennetts). - Trainer: Hütter

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Tore: 1:0 Gießelmann (22.), 2:0 Awoniyi (41.), 2:1 Hofmann (90.+1)

Zuschauer: 11.006

Beste Spieler: Baumgartl, Gießelmann - Elvedi, Plea

Gelbe Karten: Haraguchi, Trimmel -

Torschüsse: 12:18

Ecken: 4:8

Ballbesitz: 32:68 %

Zweikämpfe: 102:113

(sid/old)