Borussia Mönchengladbach verdient am Wechsel von Djibril sow nach Frankfurt mit

Wechsel zu Frankfurt : Borussia verdient bei Sow-Transfer mit

Eine entsprechende Vereinbrarung mit Young Boys Bern macht es möglich: Borussia verdient am Wechsel von Djibril Sow zu Eintracht Frankfurt mit. Das sind die Details.

Die Beteiligten sind dieselben wie im April 2017. Damals trafen Borussia und Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal-Halbfinale im Borussia-Park aufeinander. Nach 120 Minuten stand es 1:1, die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen. In diesem vergab Djibril Sow, gerade 20 Jahre alt, den siebten Borussen-Elfmeter und eröffnete so dem Ex-Gladbacher Branimir Hrgota die Gelegenheit, seinen früheren Verein aus dem Wettbewerb und seinen aktuellen Arbeitgeber ins Endspiel nach Berlin zu schießen.

Sow war natürlich der traurigste Mensch an diesem 26. April. Auf den Tag genau zwei Monate später wechselte der elegante Mittelfeldspieler zu den Young Boys Bern. Und nun wird er wieder einen Neustart machen – bei Gladbach Gegner von 2017, Eintracht Frankfurt. Borussia ist nicht unbeteiligt an der Geschichte. Von den rund zehn Millionen Euro, die Frankfurt an den amtierenden Schweizer Meister überweisen wird, wird nach Informationen unserer Redaktion rund eine Million Euro an die Gladbacher gehen. Eine entsprechende (mithin in der Branche übliche) Vereinbarung hatte Borussia mit Bern getroffen, als Sow vor zwei Jahren in die Hauptstadt der Schweiz gewechselt war.

Sow hat sich extrem gut entwickelt seither. Zweimal wurde er mit Bern Meister, spielte in der Champions League. Die 1,7 Millionen Euro, die Borussia 2017 für ihn bekam, haben sich mehr als verfünffacht. Adi Hütter, Trainer der Frankfurter, war damals als Berns Trainer. Er hält große Stücke auf Sow.

2015 war dieser für 1,5 Millionen aus Zürich nach Gladbach gekommen, doch so recht konnte sich der elegante Offensivmann nicht durchsetzen. Vor allem spielte er für das Regionalliga-Team (32 Spiele, sechs Tore, sieben Vorlagen). Für Borussias Profi-Team spielte er nur dreimal, dabei machte er mehr Pokal- als Ligaspiele: Im Pokal gegen Stuttgart und gegen Frankfurt sowie in der Bundesliga in Mainz.

Das Geld, das Sows nächster Karriereschritt nun indirekt in Borussias Kassen spült, gibt Sportdirektor Max Eberl ein wenig mehr Handlungsspielraum in Sachen Transfers und ist somit am Niederrhein recht willkommen.

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