Borussia Mönchengladbach und Max Kruse - was ist dran am Gerücht?

Fohlen-Gerüchtecheck : Plant Eberl eine Rückkehr von Max Kruse?

In der Fohlen-Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um Borussia Mönchengladbach. Heute: Kehrt Max Kruse zurück?

Das Gerücht

Laut „Express“ ist Borussia an einer Verpflichtung von Max Kruse interessiert, der bereits von 2013 bis 2015 in Gladbach aktiv war. Dem Bericht zufolge soll der Stürmer einen Wechsel dringend in Erwägung ziehen, sollte sein aktueller Klub Werder Bremen nicht den Europapokal erreichen. Erster Kandidat sei Borussia. Sportdirektor Max Eberl soll schon seit längerer Zeit am Stürmer dran sein.

Die Situation

Ende dieser Saison läuft Kruses Vertrag in Bremen aus, er kann dann ablösefrei wechseln, sofern er sich nicht entschließen sollte, seinen Kontrakt zu verlängern. Der ehemalige Nationalspieler will zukünftig wieder im Europapokal spielen. Da Bremen aktuell jedoch nur den elften Platz belegt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass er diese Möglichkeit bei seinem derzeitigen Verein in der nächsten Saison nicht hätte. Eberl äußerte sich über das Gerücht bei „Nitro“ nicht konkret. „Ausschließen darf man im Fußball nichts“, sagte er. „Kruse ist ein sehr, sehr guter Spieler, aber ob das im Sommer für uns interessant sein wird? Bis dahin ist noch viel Zeit“, sagt Hecking. In dieser Spielzeit erzielte Kruse bislang vier Tore in der Bundesliga, legte fünf weitere Treffer auf. Bei Borussia wäre er eine Alternative zu Lars Stindl, der momentan die Position des Mittelstürmers bekleidet. Der aktuelle Ersatzmann des Kapitäns, der Brasilianer Raffael, besitzt wie Kruse einen Vertrag bis Saisonende. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit fortsetzen, Raffael müsste aber deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen.

Die Einschätzung des RP-Reporters

Ähnlich wie Stindl ist Kruse ein mitspielender Stürmer, der sich häufig ins Mittelfeld zurückfallen lässt und viele Bälle fordert. Ein solcher Spielertyp passt in das 4-3-3-System von Trainer Dieter Hecking perfekt. Rein sportlich wäre der Wechsel also sinnvoll. Das wäre er jedoch nicht, wenn der Vertrag von Raffael verlängert wird. Dann hätte Borussia mit dem Brasilianer, Kruse und Stindl drei Stürmer in seinen Reihen, die einen Stammplatz für sich beanspruchen. Das wäre für eine einfach zu besetzende Position des Mittelstürmers zu viel und könnte zu Stimmungsproblemen führen. Außerdem dürfte es äußerst unwahrscheinlich sein, dass Borussia mit drei Ü30-Angreifern in die nächste Saison geht. Kruse wird dann 31 sein, Raffael schon 34 und Stindl steht dann kurz vor seinem 31. Geburtstag. Zudem würde für Kruse zwar keine Ablöse fällig, jedoch wohl ein Handgeld in Millionenhöhe sowie ein üppiges Gehalt.

Insgesamt sprechen mehr Aspekte gegen eine Rückkehr von Kruse zur Borussia. Sportlich kann er zwar kurzfristig helfen, sofern Raffael den Klub verlassen sollte. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Borussia, sofern sie eine neue Alternative für Stindl sucht, nach einem jüngeren Kandidaten Ausschau hält. Dazu passt, dass eine Kruse-Rückkehr bei Borussia nach unseren Informationen derzeit kein Thema ist.

(sho)
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