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Borussia Mönchengladbach: Überrascht Adi Hütter mit Jonas Hofmann gegen Bayern?

Vorne ist nur Stindl gesetzt : Hütter macht ein Geheimnis um sein Offensiv-Personal gegen Bayern

In der Defensive stellt sich Borussias Startelf gegen den FC Bayern München fast von selbst auf. In der Offensive hingegen hat Adi Hütter dank dreier Rückkehrer zahlreiche Möglichkeiten. Die weiß er zu schätzen, weshalb er aus seiner Startelf ein Geheimnis macht.

Adi Hütter wollte sich am Tag vor dem Topspiel gegen den FC Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr, Sat.1) nicht in die Karten schauen lassen, wie er die schwere Aufgabe gegen den aktuellen Deutschen Meister taktisch und personell angehen wird.

„Wir haben Möglichkeiten, unterschiedliche Grundordnungen zu spielen“, sagte Borussias Trainer. Bezogen war das auf die Frage, ob auch eine defensive Dreierkette gegen die Bayern möglich sei. Verraten hat Hütter mit seiner Antwort nichts, also bleibt es bis zur Bekanntgabe der Aufstellung ein Abwägen von Wahrscheinlichkeiten, für welche Taktik und welche Spieler sich Hütter entscheidet.

Sehr wahrscheinlich ist, dass die Dreierkette keine Option ist, denn Hütter ließ sowohl in den Testspielen als auch im ersten Pflichtspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:0) mit einer Viererkette spielen. Die setzte sich zuletzt aus Stefan Lainer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Bundesliga-Debütant Joe Scally zusammen.

Vor der Abwehr sind Christoph Kramer und Florian Neuhaus gesetzt. Kramer bekam sogar eine Einsatzgarantie. „Christoph Kramer hat in jedem Spiel gespielt und wird auch am Freitag spielen, das kann ich sagen. Er ist aufgrund seiner Erfahrung ein absoluter Schlüsselspieler in diesem Verein“, sagte Hütter.

Was die vier Positionen davor angeht, hat Hütter im Vergleich zum Lautern-Spiel die freie Wahl. „Erfreulich ist, dass Alassane Plea, Jonas Hofmann und Marcus Thuram wieder zur Mannschaft stoßen werden. Das gibt mir natürlich noch mehr Möglichkeiten in der Aufstellung“, sagte Hütter. Auch Denis Zakaria wird wieder im Kader stehen, gehört aber zu denen, deren Startelf-Einsatz aufgrund des verspäteten Einstieg ins Training (EM-Teilnahme und Quarantäne), am unwahrscheinlichsten ist. Rutscht Thuram in die Mannschaft, dürfte Kapitän Lars Stindl wieder auf die Spielmacher-Position rücken. Stindl ist indes vorn der einzige, der sein Startelf-Ticket sicher hat.

Auf den Außenbahnen könnten wie auf dem Betzenberg Hannes Wolf und Patrick Herrmann beginnen. Sie könnten aber jeweils auch von einem der drei oben genannten Borussen ersetzt werden. Falls Herrmann beispielsweise für Hofmann weichen müsste, wäre das für ihn eine Parallele zum Vorjahr. Auch da hatte er in der Vorbereitung und im Pokal überzeugt, saß dann beim Liga-Auftakt gegen den BVB auf der Bank. Nun legte er am Montagabend auf dem Betzenberg den Siegtreffer von Stindl auf und hat damit noch einmal für sich geworben.

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Theoretisch könnte Stindl seinen Platz im Sturmzentrum auch behalten, dann würde Wolf auf die Zehn rücken und Plea oder Thuram könnten über die linke Seite kommen. Hütter wird sich vielleicht schon längst entschieden haben, verraten wollte er aber nichts. Eines ist aber noch sicher: Dass die verletzten Breel Embolo, Manu Koné, Ramy Bensebaini und Mamadou Doucouré nicht dabei sein werden.